Aue-Bad Schlema - "Sorgen bereitet mir momentan Marcel Bär, der bisher nur individuell trainiert hat und erst ab Freitag Richtung Mannschaftstraining eingebaut werden soll. Ob es für Sonntag reicht, werden wir sehen", bereitet Aue-Coach Khvicha Shubitidze (52) der mögliche Ausfall seines Kapitäns derzeit am meisten Kopfzerbrechen. Ein Einsatz am Sonntag gegen die BSG Chemie Leipzig scheint mehr als fraglich.
Wegen einer im Luckenwalde-Spiel erlittenen Knieblessur hatte der 34-jährige Angreifer bereits in Magdeburg und Erfurt pausiert.
"Es hat sich in jedem Fall als hartnäckiger herausgestellt, als es gedacht war. Wir waren alle davon ausgegangen, dass es in vier, fünf Tagen vorbei ist, aber es schmerzt Marcel, wenn er an den Ball tritt. Laufen geht, mehr auch nicht. Es wird zwar von Tag zu Tag besser, aber wir werden nichts übertreiben. Wegen eines Spieles machen wir keine Experimente", betont Shubitidze.
Führt genau diese Situation dazu, dass sich Aue noch mal auf dem Transfermarkt umschaut?
"Stand heute mache ich mir überhaupt keinen Kopf", sieht der Veilchen-Coach keinen akuten Handlungsbedarf. Im Winter, wenn die zweite Transferperiode startet, könnte jedoch sehr wohl noch etwas passieren.
Aue legt ordentlichen Saisonstart hin
Shubitidze: "Wir wollen bis zur Winterpause mit oben unter den Top drei bleiben. Dafür liegen noch genügend Spiele vor uns, sodass ich mich bis November nicht mit der Thematik beschäftige. Grundsätzlich ist es aber angedacht, dass wir uns vielleicht noch mal verstärken wollen - auf welcher Position, weiß ich noch nicht, denn in zwei Monaten kann noch viel passieren, sich einer verletzten."
Mit seinem ersten Satz formuliert er klar, was der Anspruch ist, nachdem man mit 21 Punkten aus den ersten zehn Spielen einen ordentlichen Saisonstart hingelegt hat.
"Wir wollen unter den ersten drei bleiben, mit möglichst wenig Abstand auf Platz eins. Machen wir unseren Job genauso, wie letzte Woche (gegen Erfurt/Anm. d. Red.), werden wir dieses Ziel auch erreichen", so der 52-Jährige.