RWE-Coach widerspricht Aues Shubitidze nach Last-Minute-Ausgleich: "Waren die bessere, die dominierende Mannschaft"
Aue-Bad Schlema - Zum wiederholten Mal in der noch jungen Saison hat der FC Erzgebirge bewiesen, dass er bis zur Schlussminute fightet und sich dadurch erneut den verdienten Lohn eingeheimst. Späte Siege gab es gegen den BFC Dynamo und BFC Preussen. Getoppt wurde das nun im Spitzenspiel bei Rot-Weiß Erfurt, wo Willi Kamm (24) in der elften Minute der Nachspielzeit das 2:2 (0:1) sicherte.
"Einfach Kopf runter, irgendwie in die Box kommen. Mit Glück kam der Ball auf mich und irgendwie mache ich den rein", beschrieb Kamm seinen Kopfballtreffer, gleichzeitig der Moment, der die 2000 Schachter im Gästeblock explodieren ließ.
"Was die für eine Stimmung gemacht haben, was die jede Woche für uns auf die Beine stellen, uns unterstützen, das ist phänomenal. Diese Unterstützung haben wir auf dem Platz zurückgeben können", freute sich Kamm.
Khvicha Shubitidze (52) konnte mit dem Remis leben, zumal mit Marcel Bär (34, Knie) sowie Linus Queißer (22, Erkältung) wichtige Offensivspieler fehlten und Simon Skarlatidis (35) ebenfalls nur die letzten Minuten ran konnte. Alle drei seien in dieser Liga nicht zu ersetzen, so der 52-Jährige.
Was Aue dafür beim Ligaprimus ablieferte, war stark.
"Beide Mannschaften hatten mindestens einen Punkt verdient. Vielleicht hätte einer den Platz als glücklicher Sieger verlassen können", meinte der Veilchen-Coach. Sein Gegenüber, RWE-Coach Fabian Gerber (46), sah es anders: "Für mich waren wir schon die bessere, die dominierende Mannschaft."
Kritik an Elfmeter-Entscheidung
Er echauffierte sich über den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1, als Christoph Pauling (26) bereits kurz vor der Strafraumgrenze beharkt wurde. "Das war ein ganz normaler Zweikampf. Da kann ich als Schiri nicht in so ein Top-Spiel eingreifen", so Gerber.
Tim Maciejewski (25) mit dem Ausgleich und kurz darauf eskalierte es im Erfurter Block, wo es minutenlang brannte, was zur Spielunterbrechung und der späteren XXL-Nachspielzeit führte.
Gerber hatte auch hier eine andere Sicht der Dinge, als Referee Marvin Tennes:
"Da gibt es auf den Rängen bisschen Alarm. Für mich auch unerklärlich, die Mannschaften reinzuschicken, weil es in der Kurve ein bisschen Pyro gibt … Es ist nichts auf den Platz geflogen. Es bestand keinerlei Gefahr für Spieler oder sonst jemanden."
Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

