RWE-Coach widerspricht Aues Shubitidze nach Last-Minute-Ausgleich: "Waren die bessere, die dominierende Mannschaft"

Aue-Bad Schlema - Zum wiederholten Mal in der noch jungen Saison hat der FC Erzgebirge bewiesen, dass er bis zur Schlussminute fightet und sich dadurch erneut den verdienten Lohn eingeheimst. Späte Siege gab es gegen den BFC Dynamo und BFC Preussen. Getoppt wurde das nun im Spitzenspiel bei Rot-Weiß Erfurt, wo Willi Kamm (24) in der elften Minute der Nachspielzeit das 2:2 (0:1) sicherte.

Aue-Coach Khvicha Shubitidze (52) war mit dem Unentschieden am Samstag in Erfurt zufrieden.  © Picture Point/ Sven Sonntag

"Einfach Kopf runter, irgendwie in die Box kommen. Mit Glück kam der Ball auf mich und irgendwie mache ich den rein", beschrieb Kamm seinen Kopfballtreffer, gleichzeitig der Moment, der die 2000 Schachter im Gästeblock explodieren ließ.

"Was die für eine Stimmung gemacht haben, was die jede Woche für uns auf die Beine stellen, uns unterstützen, das ist phänomenal. Diese Unterstützung haben wir auf dem Platz zurückgeben können", freute sich Kamm.

Khvicha Shubitidze (52) konnte mit dem Remis leben, zumal mit Marcel Bär (34, Knie) sowie Linus Queißer (22, Erkältung) wichtige Offensivspieler fehlten und Simon Skarlatidis (35) ebenfalls nur die letzten Minuten ran konnte. Alle drei seien in dieser Liga nicht zu ersetzen, so der 52-Jährige.

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Was Aue dafür beim Ligaprimus ablieferte, war stark.

"Beide Mannschaften hatten mindestens einen Punkt verdient. Vielleicht hätte einer den Platz als glücklicher Sieger verlassen können", meinte der Veilchen-Coach. Sein Gegenüber, RWE-Coach Fabian Gerber (46), sah es anders: "Für mich waren wir schon die bessere, die dominierende Mannschaft."

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Kritik an Elfmeter-Entscheidung

RWE-Coach Fabian Gerber (46) vertrat teilweise eine andere Meinung zum Spitzenspiel Erfurt gegen Aue als beispielsweise Aue-Coach Khvicha Shubitidze (52).  © Picture Point/ Sven Sonntag

Er echauffierte sich über den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1, als Christoph Pauling (26) bereits kurz vor der Strafraumgrenze beharkt wurde. "Das war ein ganz normaler Zweikampf. Da kann ich als Schiri nicht in so ein Top-Spiel eingreifen", so Gerber.

Tim Maciejewski (25) mit dem Ausgleich und kurz darauf eskalierte es im Erfurter Block, wo es minutenlang brannte, was zur Spielunterbrechung und der späteren XXL-Nachspielzeit führte.

Gerber hatte auch hier eine andere Sicht der Dinge, als Referee Marvin Tennes:

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"Da gibt es auf den Rängen bisschen Alarm. Für mich auch unerklärlich, die Mannschaften reinzuschicken, weil es in der Kurve ein bisschen Pyro gibt … Es ist nichts auf den Platz geflogen. Es bestand keinerlei Gefahr für Spieler oder sonst jemanden."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 10 32:8 24
2 FC Erzgebirge Aue 10 19:14 21
3 Chemnitzer FC 9 18:4 20
4 Hallescher FC 10 15:7 19
5 VSG Altglienicke 10 19:14 18
6 Greifswalder FC 9 20:14 16
7 FC Carl Zeiss Jena 9 13:7 16
8 BFC Dynamo 9 15:11 15
9 FSV Zwickau 10 12:16 14
10 1. FC Magdeburg II 9 19:18 13
11 1. FC Lokomotive Leipzig 9 18:18 12
12 BFC Preussen 10 12:14 10
13 SV Babelsberg 03 10 11:15 9
14 Hertha BSC II 10 8:20 8
15 BSG Chemie Leipzig 9 9:13 6
16 RSV Eintracht 1949 10 13:25 6
17 Tasmania Berlin 10 12:31 5
18 FSV 63 Luckenwalde 9 6:22 3

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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