Schwierige Marktlage zwingt Aue-Sportchef Heidrich weiter zum Warten

Aue - Der FC Erzgebirge Aue wollte sich im Winter eigentlich noch einmal verstärken. Eigentlich! Von der Abgabe einer Absichtserklärung bis zur verbindlichen Maßnahme ist es allerdings ein ganzes Stück, wie Matthias Heidrich (45) angesichts der gegenwärtigen Marktlage zu spüren bekommt.

Sportdirektor Matthias Heidrich (45, l.) ist mit der Suche nach Verstärkungen noch nicht fertig.
Sportdirektor Matthias Heidrich (45, l.) ist mit der Suche nach Verstärkungen noch nicht fertig.  © picture point/Sven Sonntag

"Der Markt ist echt schwierig. Es wurden zwar viele vertragslose Spieler angeboten, bisher war unsererseits aber noch nicht die große Überzeugung, dass jemand dabei ist, der weiterhilft", erklärte der Sportchef nach der Generalprobe gegen Energie Cottbus.

"Wir haben die Augen und Ohren offen, da gerade in der 1. und 2. Bundesliga noch kaderpolitische Entscheidungen getroffen werden. Entweder fällt einer heraus oder will sich nochmal verändern. Jedenfalls wird noch einmal Bewegung hineinkommen."

Mit Kilian Jakob (24) wurde zwar ein weiterer Linksverteidiger verpflichtet, nur fiel der zuletzt wegen muskulärer Probleme aus. Probe-Stürmer Rodin Deprem (24) zog nach dem Kurztrainingslager unverrichteter Dinge wieder von dannen.

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Heidrich: "Letztlich ist es nicht so gewesen, dass er die Verstärkung wäre."

Kilian Jakon (24, l.) vom Karlsruher SC wurde bisher als einziger Neuzugang im Winter präsentiert.
Kilian Jakon (24, l.) vom Karlsruher SC wurde bisher als einziger Neuzugang im Winter präsentiert.  © IMAGO/Maik Hölter

Aue-Sportchef Heidrich: "Ich glaube, wir sollten weiterhin die Augen offenhalten"

Aue-Sportchef Matthias Heidrich (45) hält weiterhin die Augen offen.
Aue-Sportchef Matthias Heidrich (45) hält weiterhin die Augen offen.  © picture point/Sven Sonntag

Da die Maßnahme von Cheftrainer Pavel Dotchev (57), den offensiven Mittelfeldspieler Antonio Jonjic (23) ganz nach vorn zu ziehen, fruchtete - er kam in den letzten drei Partien fünf Scorerpunkte - befindet sich Aue bei der Stürmersuche nicht ganz so sehr unter Zugzwang.

"Toni ist für uns ein bisschen ein neuer Spieler. Er hat sich klar zum Standort bekannt und möchte mithelfen, die Klasse zu halten", so Heidrich.

Wenn etwas passiert, dann wohl vorrangig bei der Innenverteidigung, wo sich Dotchev eine Verstärkung wünscht. Reichen aktuell vier Innenverteidiger plus Ulrich Taffertshofer (30), der gegen Cottbus in die Viererkette rückte, nicht aus?

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Heidrich: "Ich glaube, wir sollten weiterhin die Augen offenhalten, um Qualität zuzuführen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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