Straft Erzgebirge Aue die Kritiker Lügen? "Das mag für manchen überheblich klingen, aber..."
Aue - "Ich habe gesehen, was möglich ist", meinte Khvicha Shubitidze (52) in Anbetracht des überlegenen Derbysiegs gegen den FSV Zwickau. Ruft Erzgebirge Aue dieses Potenzial auch am Sonnabend zum Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena ab?
"Wenn einer weniger macht als letzte Woche, wissen wir, dass es eine Kopfsache ist", sagt der 52-Jährige. Das ist Erkenntnis und Mahnung in einem.
Shubi weiß, was in seiner Mannschaft steckt und zugleich, womit er den einzelnen und die Gruppe konfrontieren kann, wenn sie nicht die volle Pulle geben - wie sie es eben gegen die Schwäne getan haben.
Für den FCE-Coach ist das wichtig, denn vor dem Derbysieg stand auch er unter Ergebnisdruck. Shubitidze hatte sich immer vor seine Mannschaft gestellt, sie gegen Kritik unter der Gürtellinie aus den sozialen Medien verteidigt.
"Wir wissen, was wir machen. Das mag für manchen überheblich klingen, aber sonst hätten wir die ganzen letzten Wochen und Monate nicht durchgehalten", sagte der Georgier am Donnerstag auf TAG24-Nachfrage.
Er darf sich für den Moment bestätigt fühlen und die Kritiker sind verstummt. Damit sie das auch bleiben, muss sich der Schacht ein Beispiel an dem nehmen, was eine Werbekampagne eines bekannten deutschen Autoherstellers in den 1990er- und 2000er-Jahren so schön ausdrückte: "Wir haben verstanden."
Aue-Trainer Shubitidze: "Es ist ganz wichtig, dass wir ruhig bleiben und an die Jungs glauben"
Shubitidze: "Es ist ganz wichtig, dass wir ruhig bleiben und an die Jungs glauben. Mut kann man sich nicht kaufen, sondern muss ihn sich erarbeiten. Einige haben das drauf, andere brauchen ein paar Wochen."
Intern würde man die Dinge anders ansprechen, als es die Außendarstellung zu glauben vermag. Wenn das den gewünschten Effekt mit sich bringt, macht Shubitidze mit seinem Trainerteam alles richtig - gesetzt den Fall, dass die Ergebnisse kommen. Denn daran werden er und seine Mannschaft am Ende abgerechnet.
Mit drei Punkten aus drei Spielen hinkt der Schacht im Oktober den eigenen Erwartungen noch hinterher.
Ein Sieg gegen Jena ist also die Gelegenheit, die Bilanz etwas aufzubessern, sonst gibt’s von den Fans wieder schneller als gewollt Saures statt Süßem.
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag (2)

