Zahlen-Alarm in Rostock! Hansa überall nur Mittelmaß

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Rostock - So verabschiedet sich Hansa Rostock immer mehr ins Niemandsland der 3. Liga! Nach elf Spielen und mehr als einem Viertel der Saison lügen die Statistiken nicht mehr - die Kogge ist in (fast) allen Belangen Mittelmaß. Auch unter Neutrainer André Breitenreiter (53) stellt sich bislang nicht der große Erfolg ein. TAG24 zeigt die Zahlen der Saison.

Auch die Zahlen belegen: Hansa spielt diese Saison selten wirklich gut.
Auch die Zahlen belegen: Hansa spielt diese Saison selten wirklich gut.  © IMAGO / Andy Bünning

Heimbilanz: Das Ostseestadion galt immer als Festung, in dieser Spielzeit gelang der Kogge aber nur ein Heimsieg. Negativer Höhepunkt: die 0:2-Pleite unter der Woche gegen Aufsteiger Meppen. Auch saisonübergreifend holte Hansa nur drei Dreier aus neun Heimspielen.

Torbilanz: 18 Treffer sind ordentlich, aber kein Spitzenwert. Ein Grund: Einen richtigen Torjäger hat Hansa diese Saison (noch) nicht.

Andres Voglsammer (34) knipste zwar viermal, steht aber seit Wochen bei den Fans in der Kritik. Und Torkanone Emil Holten (30) ist (schon wieder) verletzt. Kenan Fatkic (29) erzielte alle seine drei Treffer per Elfmeter.

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Offensivaktionen: Hansa hat die drittmeisten Ballkontakte im gegnerischen Strafraum und gibt die siebtmeisten Torschüsse der Liga (5,5 pro Spiel) ab. Die Zahlen bedeuten aber nur gut zwei Großchancen pro Spiel, 16 von diesen 25 großen Gelegenheiten verdaddelt die Kogge.

Bei der Passquote belegt Hansa mit 79,2 Prozent nur Rang 13. Pro Partie finden zudem etwa fünf Flanken einen Abnehmer, aber nicht einmal jede vierte Hereingabe kommt überhaupt an.

Bei keiner dieser Zahlen weist Hansa im Ligavergleich überdurchschnittliche Werte auf. Einzige klare Offensivstärke der Kogge sind neun Tore nach Standards - Spitzenwert der Liga.

Hansa Rostock ist defensiv seit Längerem löchrig

Von wegen defensive Geschlossenheit: Hansas Abwehr ist saisonübergreifend überaus anfällig.
Von wegen defensive Geschlossenheit: Hansas Abwehr ist saisonübergreifend überaus anfällig.  © Bernd Wüstneck/dpa

Defensivaktionen: Hansa kassiert die sechstmeisten Gegentore der Liga, spielte erst einmal zu null - kein Wunder bei den Zahlen.

Ob abgefangene Pässe (Platz elf), Tacklings (Platz zehn), Klärungsaktionen (Platz 17) oder vier Gegentore nach Standards (Platz acht) - nirgendwo beweist Hansa besondere Stärke.

Auch die Themen hohes Anlaufen und frühe Ballgewinne funktionieren nur bedingt (Platz zwölf), ebenso wenig wie Mittelfeld-Pressing (Platz acht).

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Zudem kosten immer wieder individuelle Fehler Punkte - wie zuletzt gegen Düsseldorf der Ausrutscher von Kapitän Franz Pfanne (31), der zum ersten Mal die Saison in der Liga startete.

Fast alle Neuzugänge bleiben bisher hinter den Erwartungen zurück

Einen Monat nach Amtsantritt André Breitenreiters (53, 2.v.r.) sind ergebnistechnisch nur wenig Fortschritte zu sehen.
Einen Monat nach Amtsantritt André Breitenreiters (53, 2.v.r.) sind ergebnistechnisch nur wenig Fortschritte zu sehen.  © Bernd Wüstneck/dpa

Trefferquote der Neuen: Ein Teil der Erklärung liegt sicher an der Leistung der Neuzugänge. Der von den Fans viel gescholtene Benjamin Uphoff (33) parierte im Vorjahr 71,7 Prozent der Schüsse. Nachfolger Luca Unbehauen (25) im Tor nur 62,7 Prozent - Platz 15 der Liga.

Die Torwart-Position gilt generell als Sinnbild der verkorksten Transferphase - trotz drei neuer Keeper (!) spielte gegen Düsseldorf der langjährige Edelreservist Philipp Klewin (33).

Generell gilt, Offensivkicker Leon Dajaku (25) mit Einschränkung, keiner der elf Neuen als echte Verstärkung.

Hansa muss jetzt hoffen, dass der wichtigste Wechsel auf der Trainerposition zu Breitenreiter bald Früchte trägt. Gegen Düsseldorf war ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen, der aber auch nur einen Punkt einbrachte.

Titelfoto: IMAGO / Andy Bünning

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