1. FC Magdeburg trotzt Lauterer Trainer-Effekt und überrollt Rote Teufel!

Magdeburg - "Einer geht noch, einer geht noch rein" sangen die Fans des 1. FC Magdeburg, als Cristiano Piccini den Elfmeter zum 4:1-Endstand sicher verwandelte. In Summe fiel der Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern damit zwar wohl wenigstens ein Tor zu hoch aus, er verschaffte der Titz-Elf nach der erst vergangene Woche gestoppten Pleiten-Serie aber noch mehr Luft zum Atmen.

Luc Castaignos (2.v.r.) brachte den FCM am Samstagabend auf die Siegerstraße.
Luc Castaignos (2.v.r.) brachte den FCM am Samstagabend auf die Siegerstraße.  © Hendrik Schmidt/dpa

Auf der anderen Seite hat die Entlassung von Trainer Dirk Schuster den Roten Teufeln nicht zu einer Trendwende verholfen. Unter der Regie von Interimscoach Niklas Martin kassierten sie die vierte Niederlage nacheinander.

Beide Teams lieferten sich ein gutklassiges Spiel, das in der ersten Halbzeit allerdings wenig Torraumszenen zu bieten hatte. Beide Treffer fielen praktisch aus dem Nichts.

Bei der Magdeburger Führung hebelte Silas Gnaka mit einem Pass in die Schnittstelle die gesamte Gäste-Abwehr aus, Castaignos hatte leichtes Spiel. Boyd traf auf der Gegenseite mit einem Schuss aus dem Stand.

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Aus der Pause kam Magdeburg mit mehr Schwung und Leidenschaft. Die schnelle Führung war folgerichtig. Kaiserslautern hatte Mühe, die eigene Linie wiederzufinden.

Connor Krempicki und Cristiano Piccini machen den Deckel drauf

Herbert Bockhorn (l.) jubelt über seinen Treffer zur 2:1-Führung.
Herbert Bockhorn (l.) jubelt über seinen Treffer zur 2:1-Führung.  © Hendrik Schmidt/dpa

Das nutzten die Sachsen-Anhalter, die weiter aggressiv nach vorn spielten, durch das achte Joker-Tor der Saison eine Viertelstunde vor dem Ende zum ersten Heimsieg nach zuvor vier Partien ohne Erfolg.

Piccini setzte mit seinem Elfmetertor noch einen drauf.

Ob Lauterns Interimstrainer Martin am Dienstag im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg noch auf der Bank sitzen wird, blieb zunächst unklar.

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"Wir äußern uns nicht zu Namen und Gerüchten. Ich kann nicht sagen, wie es weitergeht, wir lassen uns nicht treiben", sagte Sportchef Thomas Hengen vor dem Spiel bei Sky.

Statistik zum Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem 1. FC Kaiserslautern

1. FC Magdeburg - 1. FC Kaiserslautern 4:1 (1:1)

1. FC Magdeburg: Reimann - Bockhorn, Piccini, Heber, Bell Bell - Gnaka (82. Hoti), Elfadli, Conde (68. Krempicki) - Amaechi, Castaignos (67. Schuler (82. Nollenberger)), Atik (59. T. Ito)

1. FC Kaiserslautern: Krahl - Zimmer, Touré, Kraus (63. Soldo), J. Elvedi - Raschl, Niehues - Puchacz, Ritter (77. Redondo), Tachie (77. Hercher) - Boyd (63. Hanslik)

Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)

Zuschauer: 25.214

Tore: 1:0 Castaignos (17.), 1:1 Boyd (25.), 2:1 Bockhorn (51.), 3:1 Krempicki (75.), 4:1 Piccini (86./Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Bockhorn (4), Conde (1), Castaignos (3) / Zimmer (2)

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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