"Eine Maschinerie, die nie aufhört": FCM blickt nach Pokal-Aus gegen Bayern nach vorne
München - Trotz der 1:6-Niederlage gegen den FC Bayern München und dem damit verbundenen Pokal-Aus feierten die FCM-Anhänger auch nach Abpfiff noch munter weiter. Völlig berechtigt, denn ihre Mannschaft zeigte eine kämpferische Leistung und war besonders in Hälfte eins nah dran an der Überraschung.
Trotz der deutlichen Niederlage, zeigten sich auch die FCM-Akteure nach dem Spiel grundsätzlich zufrieden: "Wir sind nicht die Einzigen, die hier untergegangen sind. Wir brauchen uns hier nichts vorwerfen", sagte Alexander Nollenberger nach Abpfiff.
Lange hielten die Elbestädter mit, erzielten durch Mateusz Zukowski zwischenzeitlich sogar das 1:1 und waren nach erneutem Rückstand dann vor der Pause ganz nah am erneuten Ausgleich dran – Atik traf allerdings nur den Pfosten. In Hälfe zwei wurde es dann allerdings immer deutlicher.
"Da kommt eine Wucht auf dich zu, das ist eine Maschinerie, die einfach nicht aufhört", beschrieb Nollenberger den Rekordmeister. Er möchte dieses Spiel mit seinem FCM nutzen, um sich ganz auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren: "Wir werden einzelne Sachen mitnehmen und werden daran wachsen können."
Denn am Samstag geht es für die Blau-Weißen bereits in einem wichtigen Ligaspiel gegen Darmstadt weiter. Der Blick soll nun vollkommen darauf gerichtet werden, die Niederlage gegen die Bayern spiele dabei überhaupt keine Rolle:
"Ich will jetzt nicht sagen gegen Bayern zu verlieren ist das Normalste in der Welt. Aber die Chance war ja einfach winzig. Wir haben es nicht geschafft, ist halt jetzt so. Da müssen wir kein Trübsal blasen", so Nollenberger.
FCM mit "mutiger Herangehensweise" gegen den Rekordmeister
Die Höhe des Endstandes sei FCM-Coach Petrik Sander am Ende des Tages egal. Für ihn seien andere Punkte an diesem Abend sehr viel wichtiger: "Ich bin stolz darauf, dass die Mannschaft an sich geglaubt hat und diese Fußball-Philosophie, die wir in der 2. Liga haben, auch hier gezeigt hat", sagte der Coach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.
Das liegt auch daran, dass die FCM-Akteure auf dem Feld den vorgegebenen Plan sehr diszipliniert durchgezogen hatten. "Wir wollten unser Spiel jetzt nicht großartig verändern", erklärte Tobias Müller. Immer wieder versuchten die Elbestädter spielerisch Lösungen zu finden, der lange Ball nach vorne war nur für Notfälle gedacht.
Und so war besonders in Hälfte eins ein phasenweise durchaus ausgeglichenes Spiel zu bestaunen, in dem der FCM immer wieder zu Möglichkeiten kam. "Wir haben eine mutige Herangehensweise gewählt [...] und haben probiert immer mal wieder Nadelstiche zu setzen", so Müller.
Doch nicht nur Trainer und Anhänger waren voller Begeisterung für das Spiel der Magdeburger, auch Aaron Danks, Assistenztrainer der Münchner, lobte die Elbestädter: "Es war kein einfaches Spiel für uns, der Magdeburger Spielstil hat uns wirklich beeindruckt", so Danks.
Titelfoto: Tom Weller/dpa

