Empörung über einen Zeit-Artikel und das besondere Engagement des FCM

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Magdeburg - Knapp eine Woche vor dem Auswärtsspiel des FCM gegen Hertha BSC sorgt ein ZEIT-Artikel für Empörung. In der Kolumne geht es darum, dass die Alte Dame "die Demokratie retten könnte", wenn sie mehr Karten an die FCM-Fans verteilen würde. Denn, so vermutet der Autor, unter den Magdeburgern befänden sich viele mögliche AfD-Wähler.

Der Artikel sorgt bei den FCM-Fans für Empörung.
Der Artikel sorgt bei den FCM-Fans für Empörung.  © Daniel Karmann/dpa

"Die Magdeburger Fans gelten als ebenso reiselustig wie - in Teilen - problematisch. Nazispruch-Banner, rassistische Gesänge, rechtsextreme Erlebniskultur. Man darf also unter den Magdeburger Fans eine gewisse Anzahl potenzieller AfD-Wähler vermuten", schreibt ZEIT-Autor Peter Dausend in seiner Kolumne.

Da die Partie gegen Hertha am selben Tag wie die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stattfindet, äußert der Autor die Hoffnung, dass AfD-Wähler unter den Magdeburgern keine Stimme abgeben könnten, wenn sie für das Auswärtsspiel in Berlin seien.

Denn, so erläutert er, "eine Briefwahl ist ja keine Alternative für Deutschlands AfD-Wähler". Seine Aufforderung an Hertha: Noch mehr Tickets für die FCM-Fans zur Verfügung stellen, um "die Demokratie zu retten."

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1. FC Magdeburg Morgen ist Deadline Day: Bekommt der FCM nochmal Neuzugänge?

Der Artikel sorgt für Empörung und Erstaunen, weswegen die ZEIT mittlerweile ein kurzes Statement in den Kommentaren gepostet hat: "Der Artikel ist Teil einer Kolumnen-Serie ('Jetzt mal was anderes'), die mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Der Autor vertritt nicht die These, dass alle Fans des 1. FC Magdeburg der extremen Rechten angehören", so das Medium.

1. FC Magdeburg mit einem Engagement der besonderen Art

FCM-Geschäftsführer Martin Geisthardt (r.) möchte Respekt und Wertschätzung auch über den Fußball hinaus fördern.
FCM-Geschäftsführer Martin Geisthardt (r.) möchte Respekt und Wertschätzung auch über den Fußball hinaus fördern.  © 1. FC Magdeburg

Auch wenn der 1. FC Magdeburg aus Satzungsgründen keine offenen politischen Botschaften sendet, engagieren sich die Elbestädter auf andere Art und Weise. Ein aufmerksamer Beobachter wird die Nachrichten des FCM verstehen.

Die Blau-Weißen machen ihre Standpunkte klar: erst gegen Kiel war über mehrere Minuten die Bandenwerbung für Vielfalt und Offenheit zu sehen, zudem punktet der FCM mit einer Partnerschaft der besonderen Art.

Die Elbestädter übernahmen Ende August die Partnerschaft für die Grundschule Bertolt-Brecht-Straße, welche als "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" ausgezeichnet wurde. Genau die Werte, die auch der 1. FC Magdeburg vertritt.

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"Was Menschen im Sport verbindet, sind Teamgeist, Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Genau diese Haltung möchten wir auch über den Fußball hinaus fördern", erklärte FCM-Geschäftsführer Martin Geisthardt auf der Veranstaltung.

"Als Pate im Netzwerk "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" möchten wir gemeinsam mit der Grundschule Bertolt-Brecht-Straße ein klares Zeichen für Vielfalt, Offenheit und gegen jede Form von Ausgrenzung setzen", so Geisthardt weiter.

Auf der FCM-Homepage wird außerdem betont, wie wichtig es sei, "dass Fußball Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder persönlichen Voraussetzungen – verbindet." Auch die FCM-Fans stehen hinter dieser Botschaft. Die Haltung des 1. FC Magdeburg wird durch dieses Engagement klar und zeigt auf, was auch bei der kommenden Wahl wichtig sein wird.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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