Liga-Alltag nach Highlight im Pokal: Elbestädter vor Duell mit Tabellenletzten
Magdeburg - Die Englische Woche des 1. FC Magdeburg ist in vollem Gange, am Samstag (13 Uhr, Sky) geht es für die Elbestädter bereits weiter - dann gegen den aktuellen Tabellenletzten aus Darmstadt. Der FCM darf nach einer kämpferischen Leistung gegen die Bayern mit gutem Gefühl zu den Lilien reisen.
"Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir da so aufgetreten sind. Wir haben ein Mittel gewählt, was unserer Mentalität und unserem Wesen entspricht - nämlich aktiven Fußball zu spielen", schaute FCM-Coach Petrik Sander noch einmal auf das Pokalspiel zurück.
Dass es von vielen Seiten Lob für die Magdeburger gab, war ein "schönes Nebengeräusch" für den Trainer. Diese Leistung soll nun auch gegen Darmstadt auf den Platz gebracht werden, doch die Lilien sind momentan in guter Form.
Auch die Mannschaft von Florian Kohfeldt musste am Dienstag im Pokal ran, für sie ging es auswärts gegen den Bundesligisten aus Elversberg. Entgegen vieler Expertenmeinungen schafften die Darmstädter die Überraschung und gewannen mit 2:0. Für das Heimspiel gegen Magdeburg wird das Selbstvertrauen geben.
"Sie wollen diesen Schwung mitnehmen und ich bin auch felsenfest der Meinung, dass sie besser sind als der aktuelle Tabellenplatz. Sie haben Qualität in ihren Reihen, wir müssen da höllisch aufpassen und den Switch hinbekommen zwischen dem Highlight im Pokal und dem Liga-Alltag", erklärte Petrik Sander.
Enger Zeitplan für den FCM
Die Elbestädter haben mit zwei Auswärtsspielen innerhalb von nur vier Tagen ein straffes Programm. Am Dienstag ist der FCM nach München gereist, einen Tag später dann der Pokalfight mit dem Rekordmeister.
Wie Sander auf der Pressekonferenz vorher mitteilte, sind die Magdeburger anschließend nicht zurück in die Ottostadt, sondern noch in München geblieben, um dann direkt nach Darmstadt zu fahren. Laut dem 65-Jährigen durfte man in dieser kurzen Phase die Plätze am Bayern-Campus zum Training nutzen.
Personell werden die Blau-Weißen bis zum Spieltag selbst wohl noch einige Fragezeichen haben. Am Tag nach dem Pokalspiel sahen einige der Spieler laut Sander noch "sehr müde" aus. Deshalb müsse man schauen, "wer es kräftemäßig hinbekommt", so der Coach.
In München waren noch alle Spieler dabei, ganz egal, ob im Kader oder nicht. Vor Darmstadt werden sich die Wege dann allerdings wieder trennen: "Die, die in den Kader berufen sind, fahren nach Darmstadt, und der Rest fährt wieder nach Hause", erklärte der 65-Jährige.
Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

