Magdeburg - Es könnte der fünfte Sieg im sechsten Heimspiel werden, doch bis dahin hat der 1. FC Magdeburg eine schwierige Aufgabe zu lösen. Am Sonntagnachmittag (13.30 Uhr) geht es für die Elbestädter gegen St. Pauli. Die Kiezkicker werden nach einem frustrierenden letzten Spiel versuchen, Wiedergutmachung zu betreiben.
Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Nürnberg machten die Kiezkicker eigentlich ein sehr gutes Spiel, doch am Ende haperte es vor allem an der Chancenverwertung. Aus einem Wert von insgesamt vier xG erzielte St. Pauli nur ein einziges Tor und lud mit einem Eigentor und einem fatalen Rückpass die Nürnberger gleich mehrfach ein.
Die bittere Realität: eine 1:3-Niederlage als klar besseres Team. "Ich will nicht sagen, dass das Ergebnis vom Spiel am Wochenende ein Witz war, aber St. Pauli hat das Spielgeschehen so klar dominiert, dass man fast schon Mitleid haben musste", bewertete FCM-Coach Petrik Sander (65) den kommenden Gegner.
Dem 65-Jährigen ist klar, dass die Hamburger an diesem Spieltag eine Reaktion zeigen wollen: "Das wird kein zweites Mal passieren. Ich denke schon, dass sie aus der Art ihres Fußballs Stärke ziehen und dementsprechend auftreten. Ich erwarte sie selbstbewusst. Ich glaube nicht, dass sie ängstlich agieren werden."
Personell gibt es bei den Magdeburgern in Bezug auf ihrem Topstürmer gute Nachrichten, im Mittelfeld müssen sie allerdings noch auf ihren Neuzugang verzichten. "Ich denke Mateusz [Anm. d. Red.: Zukowski] wird es schaffen, das kriegen wir hin. Bei Mo Kwarteng sieht es noch nicht so gut aus, da stehen noch ein paar Fragezeichen. [...] Ich geh davon aus, dass er nicht im Kader sein wird", beschrieb Sander die personelle Lage.
FCM vor Wiedersehen mit Kaars und Mathisen
Bei dem Duell mit St. Pauli wird es für die Elbestädter auch zum Wiedersehen mit Martijn Kaars (27) und Marcus Mathisen (30) kommen. Kaars wechselte im Sommer 2025 zu St. Pauli, Mathisen in der Sommerpause dieses Jahres. Beide haben aktuell einen schweren Stand.
Die Gründe, warum die zwei Ex-Magdeburger aktuell keine einfache Zeit haben, möchte FCM-Coach Sander nicht klar nennen: "Es fällt mir schwer, das aus der Ferne zu bewerten. Die Qualitäten von Martijn hier waren unbestritten. Die waren zu der Zeit überragend", so der 65-Jährige.
"Manchmal ist es bei Vereinswechseln so, zumal er in die 1. Liga gewechselt ist, dass es aufgrund der höheren Anforderungen nicht passt. Da muss man als Spieler erst einmal mit klarkommen. Ich bin trotzdem überzeugt davon, dass er sehr motiviert sein wird, sollte hier auflaufen."
Während es für Kaars noch für Joker-Einsätze reichte, war Mathisen in den letzten Wochenenden zeitweise nicht einmal mehr im Kader. "Bei Marcus ist das eine andere Geschichte, weil er ist ligaintern gewechselt. Zu Beginn hat er auch gespielt, dann hatte er aber Verletzungsprobleme und dann fällt es einem schwer wieder zurückzukehren", schaute Sander auf die Situation seines Ex-Schützlings.