Siegesserie gerissen: Magdeburg muss sich Hertha nach Zehn-gegen-zehn geschlagen geben

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Berlin - In einem ausgeglichen und dynamischen Spiel muss sich der 1. FC Magdeburg am Ende mit 1:2 (1:1) Hertha BSC geschlagen geben. Beide Mannschaften agierten ab Minute 73 mit einem Mann weniger und lieferten sich einen echten Abnutzungskampf.

In Hälfte eins wurden die Zuschauer eines sehr temporeichen und ausgeglichenen Duells.
In Hälfte eins wurden die Zuschauer eines sehr temporeichen und ausgeglichenen Duells.  © Andreas Gora/dpa

Die Partie begann denkbar ungünstig für die Elbestädter. Nachdem sie grundsätzlich solide in das Spiel kamen und in der Anfangsphase mehr Ballbesitz hatten, reichte ein gut ausgespielter Konter der Berliner, damit sich der FCM bereits nach zehn Minuten einem 0:1-Rückstand gegenübersah.

In der Folge hatten die Hausherren etwas Aufschwung, während die Magdeburger sich von diesem frühen Gegentreffer erstmal erholen mussten. Durch einen Distanzschuss von Kwarteng (21.), welcher nur knapp rechts am Herthaner Gehäuse vorbeiging, meldete sich der FCM dann zurück.

Dass die Mannschaft von Petrik Sander diesen frühen Schock abgeschüttelt hatte, wurde in aller Deutlichkeit dann spätestens nach einer halben Stunde klar. Bei einer Ecke stieg Falko Michel am höchsten und verwandelte die Flanke von Atik per Kopf zum 1:1-Ausgleich.

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Es war den Magdeburgern anzumerken, dass sie durch den Treffer Selbstbewusstsein tanken konnten. Sie standen hinten stabil und konnten nach vorne mehr Akzente setzen, ohne allerdings zwingend gefährlich zu werden.

Beide Mannschaften waren darauf aus, offensiven Fußball zu spielen, und schenkten sich nichts. Folgerichtig ging dieses temporeiche und ausgeglichene Spiel mit einem Remis in die Pause.

FCM auch in Hälfte zwei kalt erwischt

Für gut zehn Minuten spielte der FCM in Überzahl, bevor auch Tobias Müller (32) die Ampelkarte sah.
Für gut zehn Minuten spielte der FCM in Überzahl, bevor auch Tobias Müller (32) die Ampelkarte sah.  © Andreas Gora/dpa

Der Start in die zweiten 45 Minuten gestaltete sich für die Magdeburger allerdings noch einen Tick schlimmer als der Beginn des Spiels. Nach nur zwei Minuten stand der Herthaner Adewumi, welcher erst zur Pause eingewechselt wurde, nach Querpass im Strafraum völlig blank vor dem Tor und brachte seine Berliner erneut in Front.

Doch auch davon ließen sich die Elbestädter nicht lange schocken und schafften nach früher Balleroberung den vermeintlichen Ausgleich. Nach Überprüfung des VAR lag eine Abseitsstellung vor, weswegen der 1:2-Rückstand aus Sicht des FCM Bestand hatte.

Das Spiel blieb weiterhin ausgeglichen, doch eine knappe halbe Stunde vor Schluss sahen sich die Magdeburger auf einmal in Überzahl. Nach einem Foul an Zukowski sah der bereits gelb-verwarnte Seguin die Ampelkarte und musste den Platz verlassen.

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Für gut zehn Minuten konnte der FCM diese Überzahlsituation genießen, dann allerdings der Schock. Auch Tobias Müller, der bereits Gelb gesehen hatte, kam im Zweikampf viel zu spät, traf nur den Mann und sah die Gelb-Rote Karte. Mit zehn gegen zehn ging es in die letzte Viertelstunde.

Magdeburg versuchte alles nach vorne zu werfen, doch die Flanken und Abschlüsse hatten nicht die nötige Genauigkeit, um wirklich gefährlich zu werden. So blieb es beim 1:2 und bedeutete die erste Niederlage nach drei Siegen.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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