Trotz Mega-Krise im Verein: Weltmeister träumt von Rückkehr nach Schalke!

Gelsenkirchen - Seine Karriere begann äußerst vielversprechend: Schon mit 17 wurde Julian Draxler (30) mit Schalke 04 DFB-Pokal-Sieger, mit 20 war er bereits Weltmeister. Doch etwas mehr als neun Jahre nach dem großen Triumph kickt der Linksaußen nur noch in Katar - und träumt von einer Rückkehr zu seinem Heimatklub!

Sein Abschied von Schalke ist zwar schon acht Jahre her, doch Julian Draxler (30) bleibt seinem Jugendverein weiterhin eng verbunden.
Sein Abschied von Schalke ist zwar schon acht Jahre her, doch Julian Draxler (30) bleibt seinem Jugendverein weiterhin eng verbunden.  © Jonas Güttler/dpa

Nach dem Weltmeistertitel mit der deutschen Nationalmannschaft spielte Draxler, der schon seit seiner Jugend die Fußballschuhe für die Knappen geschnürt hatte, noch ein Jahr für die Gelsenkirchener, wechselte dann zum VfL Wolfsburg und anschließend zu Paris Saint-Germain.

Doch dort wurde er schon nach wenigen Jahren aussortiert, sodass in diesem Sommer nur der Schritt in Richtung Katar blieb - im Herzen aber bleibt er ein Schalker Junge!

"Den Gedanken, irgendwann nochmal für Schalke die Fußballschuhe zu schnüren, der ist nach wie vor in meinem Kopf und den habe ich auch noch nicht aufgegeben", sagte Draxler bei Sky.

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"Es kommt natürlich immer ein bisschen auf den Zeitpunkt an und wie die generelle Situation ist. Aber für Schalke nochmal in der Arena aufzulaufen, wäre natürlich ein Traum", gab er zu. "Das war ehrlicherweise auch ein Gedanke, den ich in diesem Sommer hatte."

Julian Draxlers Katar-Wechsel war "auch finanzielle Entscheidung"

Bei Paris Saint-Germain durfte Julian Draxler (30) zuletzt nur noch in Trainingsgruppe zwei ran.
Bei Paris Saint-Germain durfte Julian Draxler (30) zuletzt nur noch in Trainingsgruppe zwei ran.  © JULIEN DE ROSA / AFP

Doch warum ging er dann nach Katar, anstatt seinem immer tiefer in die Krise schlitternden Herzensverein aus der Patsche zu helfen?

Der Weltmeister von 2014 erklärte seinen Wechsel in die Wüste: "Ich kann auch verstehen, wenn viele Leute gerade in Deutschland sagen, das kann ich jetzt nicht unbedingt nachvollziehen. Aber es kommt halt immer aus einem selbst heraus und das war bei mir der Fall. Dann braucht man im Fußball auch nicht darüber reden, dass natürlich auch finanzielle Entscheidungen dahinterstecken."

Und weiter: "Insgesamt vom Gesamtpaket her bin ich dann zu der Entscheidung gekommen, dass ich Lust auf die Aufgabe habe, dass mein Vertrag super ist und weil vor allen Dingen auch der Klub in Katar sich mit PSG einigen kann."

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Mit anderen Worten: Katar zahlte genug Ablöse für den einstigen 36-Millionen-Euro-Mann - Geld, das die Königsblauen nicht haben und vermutlich auch nicht in eine einzige Person stecken würden.

Und auch gehaltstechnisch dürfte der 58-malige deutsche Nationalspieler wohl in Katar deutlich größere Sprünge machen, schließlich begründete er seinen Wechsel auch mit finanziellen Gründen.

Wenn er dort nicht bereit ist, Abstriche zu machen, dürfte allerdings auch ein zukünftiges Engagement auf Schalke in weite Ferne rücken - schließlich ist ein königsblauer Geldsegen in näherer Zukunft eher nicht in Sicht.

Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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