Baby-Steps: St. Pauli will nach Fürth-Remis "Kleinigkeiten" aufarbeiten

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Hamburg - Mit dem 1:1-Auftaktremis gegen Greuther Fürth hat der FC St. Pauli zumindest den ersten Baby-Step in die richtige Richtung gemacht. Trainer Marcel Rapp (47) will Fehler analysieren und sich nicht mit Schiedsrichterentscheidungen aufhalten.

Trainer Marcel Rapp (47) sprach nach der Partie gegen Greuther Fürth von "Kleinigkeiten" die man noch ausbessern muss.
Trainer Marcel Rapp (47) sprach nach der Partie gegen Greuther Fürth von "Kleinigkeiten" die man noch ausbessern muss.  © Christian Charisius/dpa

Ab jetzt gelte es "Kleinigkeiten" auszubessern, erklärte Trainer Marcel Rapp (47) im Anschluss an die Partie am Sonntag. Grundsätzlich blicke er aber zufrieden auf seine Mannschaft und sein erstes Pflichtspiel als Trainer am Millerntor.

Auch wenn sich das größte Problem am Sonntag sicherlich in den defensiven Umschaltmomenten zeigte, erkenne Rapp dort trotzdem keine größere Baustelle. Viel mehr sprach er hier und da von Fehlern. Er habe eine mutige Mannschaft wahrgenommen.

"Fürths Chancen waren alle nach Umschaltmomenten. Da müssen wir dann besser absichern", gab Rapp zu, kritisierte aber gleichzeitig: "Wir haben dann aber auch Kopfbälle verloren oder irgendwie leichtfertig in die Mitte geklärt, da müssen wir konsequenter werden".

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Gerade Letzteres sei etwas, dass man trainieren könne, so der Kiezcoach. "Aber es ist jetzt nicht irgendwie ein Ding, warum wir jetzt drei, vier, fünf Konter gekriegt haben, sondern ich fand' schon, dass es verschiedene Themen waren".

Nun gelte es genau das zu analysieren, um es am kommenden Freitag gegen seinen Ex-Klub Holstein Kiel (18.30 Uhr) besser zu machen.

Strittige Elfmeter-Entscheidung im Spiel gegen Greuther Fürth?

Keeper Ben Voll (25, l.) wurde von seinen Mitspielern für seine Leistung in der Auftaktpartie gelobt.
Keeper Ben Voll (25, l.) wurde von seinen Mitspielern für seine Leistung in der Auftaktpartie gelobt.  © Christian Charisius/dpa

Was man gegen das Kleeblatt auch hätte besser machen können, sei die Chancenverwertung, betonte Mathias Rasmussen (28) nach der Begegnung.

"Es ist enttäuschend im ersten Spiel nur einen Punkt zu holen, aber alles in allem war es dennoch eine gute Leistung an einem heißen Tag".

Wer aber kaum hätte etwas besser machen können, ist Torhüter Ben Voll. Der Keeper hatte eine große Aktie am Remis gegen das Kleeblatt. Der 25-Jährige parierte gleich vier Großchancen der Spielvereinigung und rettete damit sein Team vor einem Rückstand oder letztendlich einer möglichen Niederlage.

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Für seine Leistung erhielt Voll neben dem Trainer auch von seinen Mitspielern großes Lob. Martijn Kaars (27) - der eine riesige Chance zum 1:0 in Halbzeit eins liegen ließ - redete seinen Torhüterkollegen nach der Partie fast schon euphorisch in den Himmel. "Überragend", kam es ihm sehr leicht über die Lippen. "Er ist der beste Torhüter der Liga. Nur Dominic Reimann ist besser", scherzte der Niederländer.

Bis auf das Gegentor durch Felix Klaus (33) scheint es hinsichtlich Volls Auftritts kein Diskussionsbedarf zu geben. In Hinblick auf eine strittige Szene in der Nachspielzeit der Auftaktpartie hingegen schon.

In einem Duell in Fürths Sechzehner ging Jannis Heuer (27) mit Ricky-Jade Jones (23) ins Kopfball-Duell. Letzterer nickte die Kugel an Heuer vorbei und wurde erst dann von seinem Gegenspieler am Kopf getroffen. Elfmeter? Für Schiedsrichter Harm Osmers nicht. Der Unparteiische winkte sofort ab. Zum Unverständnis des ein oder anderen.

So erklärte Rasmussen mit Nachdruck: "Für mich ist das ein klarer Strafstoß - meine Meinung." Rapp hingegen drückte sich deutlich, aber diplomatisch aus. "Ich habe das so gesehen, dass Ricky am Ball ist und danach liegt er am Boden und hat einen Tampon in der Nase. Der Schiri hat es geschildert als Unfall. Wenn es am Bein ist, ist es wahrscheinlich ein Foul. Am Kopf dann anders. Schiri war da, VAR war da. Dann werden sie das schon richtig entschieden haben."

Titelfoto: Bildmontage: Christian Charisius/dpa

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