Liegt der nächste St.-Pauli-Sieg in der Luft? Marcel Rapp und seine Abneigung gegen Statistiken
Hamburg - Liegt der 1. FC Nürnberg dem FC St. Pauli? Die Statistiken schreien ein lautes "Ja". Kiezcoach Marcel Rapp (47) will davon vor der Partie am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) allerdings - wie immer - nicht so viel hören.
Seit vierzehn Zweitliga-Partien in Folge ist St. Pauli gegen die Mittelfranken ungeschlagen. Dabei verbuchten die Braun-Weißen neun Siege und fünf Remis.
Grundsätzlich habe man unabhängig von den Statistiken aber immer den Anspruch, auch den besten Gegner am Millerntor zu besiegen, so Rapp bei der Pressekonferenz am Freitagnachmittag auf Nachfrage von TAG24.
"Wir müssen gucken, dass wir dafür 100 Prozent geben. Wenn wir das schaffen, sehe ich gute Chancen, dass wir die Statistik auch aufrechterhalten."
Eins sei allerdings klar: Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose (48) werde es den Kiezkickern auch vor heimischer Kulisse nicht leicht machen.
Trotz der Pokalpleite gegen Leverkusen vergangenen Mittwoch (2:5) sind die Nürnberger gut in die Saison gestartet und verweilen derzeit auf Platz zwei der Tabelle.
"Nürnberg spielt einen super Fußball, sind total spielaktiv, sind gegen den Ball präsent", analysierte Rapp. Ob sein Team sich gegen hoch pressende Mittelfranken durchsetzen kann, zeige sich am Sonntag.
Marcel Rapp streng mit seinen Schäfchen: Keiner sei "unersetzbar"
Um die bestmögliche Leistung abzurufen, setzt Rapp auf die beste Elf, die sich aus seiner Sicht im Training präsentiert - unabhängig davon, wie oft der ein oder andere bereits in der Startelf stand.
Einer, der bisher fast keine Minute Spielzeit verpasst hat, ist Louis Oppie. Der 24-Jährige stand zuletzt aus gutem Grund immer in der Startelf.
Dennoch sei auch er nicht unverzichtbar, betonte Rapp. "Unverzichtbar ist keiner", so die klaren Worte des Coachs. "Wenn er mal ausfällt, spielt ein anderer, der es auch gut macht."
Dennoch wisse er um die Leistung seines Linksverteidigers. "Ich glaube, der hat eine gute Einstellung, einen guten Charakter, gibt immer Gas, hat einen super linken Fuß, bringt Energie aufs Feld."
Dass der Serie-A-Klub Parma Calcio Interesse an Oppie zu haben scheint, interessiert Rapp herzlich wenig. "Wir sind froh, dass er hier ist."
Titelfoto: Selim Sudheimer/dpa

