Relegationsdruck schlägt St. Pauli auf den Magen: Hat Keeper Nikola Vasilj noch Hoffnung?

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Hamburg - Die Woche vor dem letzten Spiel im Kampf um die Bundesliga-Relegation hat begonnen. Ausgerechnet bei St. Pauli geht jetzt der Magen-Darm-Virus um. Wie Nikola Vasilj die übrigen gesunden Mannschaftskollegen begrüßt und wieso er die Relegation nicht manifestiert, verriet der Keeper am Rande des öffentlichen Trainings der Kiezkicker.

St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj (30) denkt weiterhin positiv und glaubt an die Relegation: "Es gibt eine Chance!"
St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj (30) denkt weiterhin positiv und glaubt an die Relegation: "Es gibt eine Chance!"  © Christian Charisius/dpa

Rauer Wind an der Kollaustraße, nur ab und zu mal ein kleiner Sonnenstrahl, der sich durch die dicke, dunkle Wolkendecke über der Hansestadt drückt.

Die wohl perfekte Abbildung der aktuellen (mentalen) Lage des Kiezklubs - ein hartes Hin und Her zwischen Verzweiflung und einem letzten Funken Hoffnung auf die Rettung.

Vasilj aber trotzt bis zur allerletzten Sekunde den Widrigkeiten und glaubt an das Wunder von St. Pauli, wie er auf Nachfrage von TAG24 betont. "Es gibt eine Chance für uns. Eine große Chance. Und solange es eine Chance gibt, sind es für mich nur positive Gefühle", so der 30-Jährige.

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So geht der bosnische Nationalspieler also trotz des enormen Drucks vor dem Spiel in Wolfsburg jeden Abend mit einem positiven Mindset ins Bett. Dass sich der benötigte Sieg für die Kiezkicker erbeten oder manifestieren lässt, daran glaubt er allerdings nicht.

"Ich hatte so viele Male in meiner Karriere so ein gutes Gefühl vor einigen Spielen und dann kam genau das Gegenteil", muss der Keeper fast ein wenig schmunzeln.

Am Ende gebe es aus seiner Sicht auch in diesem besonderen Finale nur eine Option: "Du musst es als Spieler als nächstes Spiel sehen und im Elf-gegen-Elf versuchen, alles zu geben!"

Wegen Grippe-Welle beim FC St. Pauli: Kein Handschlag für die Kollegen

Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag ist eine Glanzleistung des Keepers wichtiger denn je.
Im Spiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag ist eine Glanzleistung des Keepers wichtiger denn je.  © Jan Woitas/dpa

Vasilj will also gemeinsam mit Trainer, Kollegen, dem gesamten Team positiv bleiben und sich auf die eigene Leistung konzentrieren.

Und obwohl so viel von dem Ergebnis in Heidenheim abhängt, will der Keeper auch am Samstag auf dem Platz nichts von der dann gegenwärtigen Situation wissen, wie er zugibt.

Klar sei aber auch, dass man es merken werde, wenn sich im Kellerduell zwischen dem FCH und Mainz 05 die Lage gegen die Kiezkicker entwickelt.

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"Wir haben natürlich unseren Trainer an der Seite. Wenn es etwas gibt, das wir verändern müssen, was unser Spiel beeinflusst, dann wird das natürlich der Fall sein, dass wir darüber informiert werden."

Bis dahin gelte aber, den vollen Fokus auf die eigene Leistung zu legen. Das Ziel sei schließlich glasklar: "Wir wissen, dass wir gewinnen müssen!"

Dass St. Pauli ausgerechnet jetzt zusätzlich vom Grippe-Pech verfolgt scheint, macht Vasilj derzeit buchstäblich noch wenig Bauchschmerzen. "Ich glaube, dass einige von ihnen sich schon besser fühlen. Es ist eine lange Woche. Wir haben noch ein paar Tage. Ich hoffe, dass sie auch zurückkommen."

Damit der Torwart nicht selbst im Kasten ersetzt werden muss, hat der Trainer eine ungewöhnliche Ansage gemacht. Ab sofort wird nur noch die "Corona-Faust" zur Begrüßung benutzt, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, erzählt Vasilj.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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