St. Pauli schießt den FC Homburg ab und zieht ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein!

Homburg - Der Traum lebt weiter: Der FC St. Pauli tat sich im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Regionalligisten und Favoriten-Schreck FC Homburg lange Zeit schwer, triumphierte letztlich aber deutlich mit 4:1 (1:1).

Im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Homburg tat sich der FC St. Pauli lange Zeit schwer - um schlussendlich doch deutlich zu gewinnen.
Im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Homburg tat sich der FC St. Pauli lange Zeit schwer - um schlussendlich doch deutlich zu gewinnen.  © Thomas Frey/dpa

Bei ungemütlichen äußeren Bedingungen im Waldstadion ging das Pokalduell äußerst gemächlich los. Die Kiezkicker hatten erwartungsgemäß mehr vom Spiel, wussten mit dem Leder aber relativ wenig anzufangen.

Erst Mitte der ersten Hälfte nahm die Partie Fahrt auf - und wie: Nach einem Eckball von Marcel Hartel und einer Kopfballverlängerung von Eric Smith stand Hauke Wahl am zweiten Pfosten goldrichtig und drückte die Kugel zum 1:0 über die Linie (24.).

Die Freude währte allerdings nicht lang, denn nur vier Minuten später fiel der Ausgleich - auf äußerst unglückliche Art und Weise!

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Pokal-Keeper Sascha Burchert wollte einen Rückpass annehmen, doch der Ball sprang ihm wegen eines Platzfehlers über den Fuß. Ex-Bundesliga-Spieler Markus Mendler bedankte sich und schob zum 1:1 ein (28.).

St. Paulis Hauke Wahl (l.) jubelt nach seinem Führungstreffer im Pokal-Achtelfinale gegen den Tabellenführer der Regionalliga.
St. Paulis Hauke Wahl (l.) jubelt nach seinem Führungstreffer im Pokal-Achtelfinale gegen den Tabellenführer der Regionalliga.  © Thomas Frey/dpa

Anschließend waren die Gäste weiter spielbestimmend, der Regionalligist setzte durch Konter aber immer wieder Nadelstiche. Tore fielen bis zur Pause nicht mehr.

Homburg gegen St. Pauli: Kiezkicker geben sich nach der Pause keine Blöße

Elias Saad (r.) brachte die Kiezkicker mit seinem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße. Anschließend war der Bann der Hausherren gebrochen.
Elias Saad (r.) brachte die Kiezkicker mit seinem Treffer zum 2:1 auf die Siegerstraße. Anschließend war der Bann der Hausherren gebrochen.  © imago/Jan Huebner

Im zweiten Abschnitt bot sich den 12.232 Zuschauern dasselbe Bild: Der Zweitliga-Tabellenführer hatte deutlich mehr Ballbesitz als der Viertliga-Spitzenreiter, biss sich an der kompakten Defensive jedoch die Zähne aus.

Die Saarländer wiederum lauerten weiter auf schnelle Umschaltsituationen, sorgten mit diesem Vorgehen allerdings auch nicht wirklich für Gefahr - so spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab.

In der 64. Minute war es aber schließlich so weit: Smith spielte eine No-Look-Flanke in den Homburger Strafraum, wo drei St. Paulianer völlig freistanden. Letztlich war es Elias Saad, der Keeper Tom Kretzschmar umkurvte und zum 2:1 traf.

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Jetzt sprach alles für die Gäste - und die legten nach: Hartel bekam an der Sechzehnerkante die Kugel, drehte sich blitzschnell um die eigene Achse und jagte das Leder traumhaft zum 3:1 in den Winkel (68.).

Nun war das Duell entschieden, doch die Braun-Weißen hatten noch nicht genug: Johannes Eggestein (73.) machte mit einem satten Schuss zum 4:1 endgültig den Deckel drauf (73.). Den Rest spielte der FCSP locker runter.

Statistik zum Pokalduell zwischen dem FC Homburg und dem FC St. Pauli

DFB-Pokal-Achtelfinale

FC Homburg - FC St. Pauli 1:4 (1:1)

Aufstellung Homburg: Kretzschmar - Steinmetz, von Piechowski, Heilig, Dombrowka (77. Schmidt) - Jansen (77. Eisele), Kirchhoff, Hoffmann (77. Knezevic), Weihrauch, Mendler (58. Stavridis) - Harres (83. Hummel)

Aufstellung St. Pauli: Burchert - Wahl, Smith, Mets - Treu, Irvine (85. Boukhalfa), Hartel, Ritzka (46. Saliakas) - Metcalfe (61. Afolayan), Eggestein (80. Maurides), Amenyido (46. Saad)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 12.232

Tore: 0:1 Wahl (24.), 1:1 Mendler (28.), 1:2 Saad (64), 1:3 Hartel (68.), 1:4 Eggestein (73.)

Gelbe Karten: Eisele (1) / Smith (1), Ritzka (1), Saad (1)

Beste Spieler: Mendler / Smith, Hartel, Saad

Titelfoto: imago/Jan Huebner

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