BSG-Kühn köpft zweimal ein: Zwickau gibt in heißer Schlussphase Sieg in Leipzig aus der Hand

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Leipzig/Zwickau - Die BSG Chemie wartet nach dem 8. Spieltag in der Fußball-Regionalliga Nordost weiter auf den ersten Sieg. Die Leipziger retteten mit großer Moral in der heißen Schlussphase wenigstens einen Punkt. Im Duell der beiden Traditionsvereine trennten sie sich am Samstag vom FSV Zwickau 2:2 (0:2). Die Westsachsen gaben den schon sicher geglaubten Sieg leichtfertig aus der Hand. Es wäre der vierte in Folge gewesen.

Es fing gut an: Paul-Philipp Besong (M.) brachte die Schwäne in Führung.
Es fing gut an: Paul-Philipp Besong (M.) brachte die Schwäne in Führung.  © Picture Point/Gabor Krieg

Chemie machte das Spiel, Zwickau die Tore: So ließen sich die ersten 45 Minuten im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark zusammenfassen.

Die Gastgeber brannten ein Offensiv-Feuerwerk ab, erkämpften allein in der ersten Halbzeit zehn Eckbälle, köpften durch Rajk Lisinski an den Querbalken (25.).

Zweimal rettete FSV-Schlussmann Lucas Hiemann großartig. In der 23. Minute fälschte Oliver Fobassam die Hereingabe von Willi Reincke brandgefährlich ab. Hiemann kam irgendwie noch mit den Fingerspitzen heran.

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Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff blieb der viel beschäftigte Keeper im direkten Duell mit Philipp Kühn Sieger, verhinderte den Einschlag.

Die Elf von Trainer Rico Schmitt führte zu diesem Zeitpunkt bereits 2:0. Nach einer Maßflanke von Theo Martens aus dem linken Halbfeld versenkte Paul-Philipp Besong den Ball aus fünf Metern im langen Eck (15.). Das erste Pflichtspieltor für den Zwickauer Neuzugang.

In der 32. Minute nutzten die Westsachsen auch ihre zweite Topchance. Dieses Mal bereitete Tim Hannemann vor. Der Ex-Chemiker Philipp Harrant (von 2022 bis 2024 in Leutzsch) kam am Fünfmeterraum völlig frei zum Kopfball: 2:0.

Torjubel nach dem 2:0-Treffer durch FSV-Spieler Philipp Harant (r.)
Torjubel nach dem 2:0-Treffer durch FSV-Spieler Philipp Harant (r.)  © Picture Point/Gabor Krieg

Philipp Kühn mit Doppelpack

Philipp Kühn (r.) rettete mit seinem 2:2-Treffer einen Punkt.
Philipp Kühn (r.) rettete mit seinem 2:2-Treffer einen Punkt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach dem Seitenwechsel scheiterten Lisinski (51.) und Malick Sanogo (52.) an Hiemann. Anschließend nahmen sich die Gastgeber eine Pause.

Der FSV konnte die Partie ausgeglichener gestalten, verzichtete aber weitgehend auf Ausflüge in die gegnerische Hälfte. Das sollte sich rächen. In der 79. Minute flankte Philipp Wendt von der linken Außenbahn. Kühn köpfte aus Nahdistanz ein.  

Sechs Minuten später stand Kühn nach einem Lattentreffer erneut goldrichtig. Im Fallen bugsierte er den Ball mit dem Kopf über die Linie: 2:2. 

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In der Nachspielzeit köpfte Lucas Albert zum vermeintlichen 3:2 für die Gäste ein. Schiedsrichter Benjamin Strebinger hatte ein Foul des Stürmers erkannt, entschied für Freistoß für Chemie. So blieb es bei der gerechten Punkteteilung.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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