"Es herrscht Leere im Kopf": FSV Zwickau nach Derbypleite gegen Aue am Boden

Zwickau - "Es herrscht jetzt Leere im Kopf", brachte Davy Frick (32) seine Enttäuschung nach dem verlorenen Derby gegen Erzgebirge Aue zum Ausdruck. Der FSV Zwickau leistete sich beim 0:2 (0:0) den einen Fehler, den die Veilchen nutzten, um letztlich als Sieger hervorzugehen.

Pyrotechnik war beim Derby auch im Spiel, hier von den Zwickauer Fans.
Pyrotechnik war beim Derby auch im Spiel, hier von den Zwickauer Fans.  © dpa/Hendrik Schmidt

Jan Löhmannsröben (31) spielte einen kapitalen Fehlpass, den Omar Sijaric (21) aufnahm und Dimitrij Nazarov (32) in Szene setzte.

Der 32-Jährige hatte aus halbrechtem Winkel die Möglichkeit, ins lange Eck abzuschließen, entschloss sich aber für die schlitzohrigere Variante aufs kurze Eck, womit er Johannes Brinkies (29) überwand.

"Nazarov hat es uns gezeigt. Obwohl dem ein klarer Fehler vorausging, hatte er die Qualität, das Ding eiskalt auszunutzen", wollte Frick die individuelle Klasse des Gegners nicht kleinreden - selbst wenn es der ungeliebte Rivale ist: "Aue hat, weil sie so eiskalt sind, verdient gewonnen."

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Zwickau, angetrieben von einer überragenden Kulisse mit 8771 Zuschauern, davon rund 1192 Gästefans, hatte in der ersten Halbzeit seine Chancen, fand aber in Martin Männel (34) seinen Meister.

Machte Nazarov in der zweiten Halbzeit den Unterschied aus, war es Männel in der ersten.

Am Ende stand für den FSV eine 0:2-Niederlage an der Anzeigetafel.
Am Ende stand für den FSV eine 0:2-Niederlage an der Anzeigetafel.  © Picture Point/Gabor Krieg
Nach einem Fehler von Zwickaus Jan Löhmannsröben (31) traf Dimitrij Nazarov (32) zum 1:0 für Aue. FSV-Keeper Johannes Brinkies (29) war geschlagen.
Nach einem Fehler von Zwickaus Jan Löhmannsröben (31) traf Dimitrij Nazarov (32) zum 1:0 für Aue. FSV-Keeper Johannes Brinkies (29) war geschlagen.  © dpa/Hendrik Schmidt
Enttäuschung nach der Niederlage. In der Mitte Jan Löhmannsröben (31).
Enttäuschung nach der Niederlage. In der Mitte Jan Löhmannsröben (31).  © Picture Point/Gabor Krieg
Der Zwickauer Teamkreis nach der Derbypleite.
Der Zwickauer Teamkreis nach der Derbypleite.  © Picture Point/Gabor Krieg

Tashchy besiegelt siebte Heimniederlage des FSV Zwickau

Nicht nur bei Davy Frick (32) herrschte nach der Derbypleite Leere im Kopf.
Nicht nur bei Davy Frick (32) herrschte nach der Derbypleite Leere im Kopf.  © Picture Point/Gabor Krieg

Aues Keeper verhinderte ein Eigentor von Alexander Sorge (23.) und vereitelte kurz vor der Pause die bis dato größte Gelegenheit von Patrick Göbel (45.), dessen Schuss er mit einer Fußparade entschärfte. "Wir haben in der ersten Halbzeit viel Gas gegeben und Männel hält überragend", resümiert Frick.

Auf dem tiefen Geläuf kostete das die Körner, die die Gastgeber nach dem Seitenwechsel nicht mehr zusetzen konnten. Borys Tashchy (90.+5) machte tief in der Nachspielzeit alles klar und besiegelte die siebte Heimniederlage. Will Zwickau die Klasse halten, muss die Heimbilanz merklich besser werden.

Frick sehnt deswegen so einen Support wie im Derby auch für die noch ausstehenden Partien herbei: "Ich würde mir wünschen, wenn es öfters so gefüllt wäre. Solch eine Unterstützung bräuchten wir auch die letzten Heimspiele."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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