FSV-Sportchef Lenk schlägt vor Preussen-Spiel Alarm: "Sind im absolut grauen Mittelmaß angekommen"

Zwickau - Spieltag eins nach der Derby-Blamage führt den FSV Zwickau am Sonnabend zum BFC Preussen - und zurück in die Spur? "Es gilt, sich für die gezeigte Leistung bei allen Beteiligten noch mal in aller Form zu entschuldigen, vor allem bei Fans und Sponsoren", sagt Sportdirektor Robin Lenk (42).

FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42) will am Samstag gegen den BFC Preussen leistungsstarke Schwäne sehen.  © picture point/Sven Sonntag

Auch fast eine Woche nach dem 0:3 gegen den Schacht arbeitet es noch merklich im 42-Jährigen, wenn er auf die gezeigte Leistung zu sprechen kommt. "In den letzten dreieinhalb Jahren haben wir sehr, sehr selten so ein Gesicht gezeigt. Wir sind im absolut grauen Mittelmaß angekommen - nicht nur tabellarisch", schüttelt Lenk den Kopf.

Er fordert, die nach wie vor anhaltende Enttäuschung in eine Jetzt-erst-recht-Mentalität umzuwandeln. Auf personelle Konsequenzen solle verzichtet werden. Eine Ausnahme macht der Sportchef allerdings.

"Die Karten wurden durch das Spiel neu gemischt. Jeder weiß, dass er was verzapft hat. Dementsprechend war die Körpersprache unter der Woche. Einige werden ihre Anspruchshaltung zurückschrauben müssen, das betrifft vor allem auch jene, die denken, sie hätten eine Startelf-Garantie", sagt Lenk.

FSV Zwickau FSV-Sportchef mit Ansage an Derby-Versager: "Wenn sich bei einigen die Leistung nicht bessert, endet die gemeinsame Reise"

Lucas Albert (27) wird in jedem Fall aus der Startelf rotieren. Er fällt mit einer Knöchelverletzung aus. Weitere Wechsel sollten aus Leistungsgründen aber unausweichlich sein.

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FSV-Sportchef Lenk mit Ansage an die Mannschaft

Die Enttäuschung nach der Derby-Blamage war bei den FSV-Spielern riesig. Gegen den BFC Preussen müssen die Schwäne mehr Leistung zeigen.  © picture point/Sven Sonntag

Lenk: "Die, die spielen werden, müssen die Basics wieder abrufen. Das heißt, mehr zu laufen als der Gegner, als Team zusammenzuarbeiten und 
dass wir unsere Zweikämpfe annehmen."

Kurzum: zurück zu dem, was die Schwäne die vergangenen dreieinhalb Jahre stark gemacht hat und diese Saison ein paar Mal fehlte.

Mit dem BFC Preussen, der voriges Jahr als Aufsteiger zu Hause gegen den FSV gewonnen hatte, wartet gleich ein echter Gradmesser. "Das wird eine Aufgabe für uns, vor allem, wenn du etwas angezählt bist. Ich erwarte ein hartes Stück Arbeit. Was ich sehen will, ist, dass jeder zeigt, dass er aus dem Loch wieder herauskommen will, das wir uns selbst gegraben haben", fordert Lenk.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 14 42:18 31
2 Chemnitzer FC 14 30:9 30
3 Hallescher FC 14 22:11 29
4 VSG Altglienicke 14 26:17 27
5 FC Carl Zeiss Jena 14 23:12 26
6 BFC Dynamo 14 22:13 26
7 FC Erzgebirge Aue 14 23:18 24
8 Greifswalder FC 14 28:23 22
9 1. FC Magdeburg II 14 27:28 19
10 FSV Zwickau 14 17:22 19
11 1. FC Lokomotive Leipzig 14 27:27 18
12 SV Babelsberg 03 14 15:23 16
13 BSG Chemie Leipzig 14 17:22 13
14 BFC Preussen 14 16:22 11
15 Tasmania Berlin 14 21:39 11
16 Hertha BSC II 14 10:25 10
17 RSV Eintracht 1949 14 15:32 9
18 FSV 63 Luckenwalde 14 14:34 6

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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