FSV Zwickau erlebt das nächste Debakel: Jetzt wackelt Schmitt!
Zwickau - "Wir müssen intensiv darüber nachdenken, wie wir hier zusammen weitermachen wollen", rang FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42) nach dem 0:3 (0:1) beim BFC Preussen um die richtigen Worte. Der FSV Zwickau wollte eine Reaktion auf die Derby-Schmach zeigen und lieferte stattdessen eine erneut inakzeptable Vorstellung ab. TAG24 weiß: Jetzt wackelt der Stuhl von Cheftrainer Rico Schmitt (58)!
Schon nach der krachenden Niederlage gegen Aue hatte Lenk gesagt: "Ich muss ganz ehrlich sagen, dass alle in der Pflicht stehen, Mannschaft wie auch Trainerteam."
Der kaufmännische Geschäftsführer André Beuchold erneuerte diese Botschaft am Sonnabend auf TAG24-Nachfrage.
"Zum zweiten Mal in Folge liefern wir eine Vorstellung ab, für die man sich bei allen nur entschuldigen kann. Es ist vollkommen klar, dass sich alle Protagonisten hinterfragen müssen."
Was den Schwänen seit der Sommervorbereitung auf die Füße fällt, ist die Fehleranfälligkeit im Spielaufbau, die in der Summe auch zu oft sofort in Gegentoren mündet. Dazu ist die Defensive vom ersten Spieltag weg nie wirklich sattelfest gewesen.
Trainer-Zeit von Rico Schmitt droht abzulaufen, wenn die Schwäne ihren Sinkflug nicht stoppen
Die Preussen-Partie hat die Unzulänglichkeiten einmal mehr schonungslos aufgedeckt. Dem 0:1 von Nikolas Frank ging ein haarsträubender Ballverlust im Vorwärtsgang von Philipp Harant voraus. Ben-Luca Moritz baute keinerlei Gegnerdruck auf den Vorlagengeber auf und Oliver Fobassam stand im Strafraum zu weit weg.
Beim 0:2 von Lenny Stein nach rund einer Stunde war Zwickau wieder Statist, das 0:3 von Philip Fontein entsprang dagegen einem Querpass durch den eigenen Strafraum (!) von Sonny Ziemer. "Das ist Slapstick!", wütete Lenk: "Wir sind löchrig und nach vorne fehlt die Durchschlagskraft."
Da kann an der Seitenlinie stehen wer will, wenn sich die Mannschaft regelmäßig solche Aussetzer leistet. Allerdings: Dass Zwickau unter Schmitt in dieser Saison im Umschaltspiel keine Lösungen findet, ist nicht wegzudiskutieren. Genauso wenig, dass viele Spieler ihrer Normalform meilenweit hinterherlaufen.
Was Schmitt in dreieinhalb Jahren geleistet hat, zeigen die Plätze vier und drei in den beiden vorangegangenen Spielzeiten. Nur droht seine Zeit abzulaufen, wenn die Schwäne ihren Sinkflug nicht schleunigst stoppen. Dabei lauten die nächsten Gegner: Lok Leipzig (H), Magdeburg II. (A), Jena (H), Greifswald (A) und Chemnitz (H) sowie zwischendrin am 14. November im Sachsenpokal BSG Stahl Riesa.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

