Zwickau – Die wieder im Aufwind befindlichen Schwäne empfangen das kriselnde Erzgebirge Aue. Beste Voraussetzungen also für den FSV Zwickau, den ersten Derbysieg seit 26 Jahren einzufahren, findet Cheftrainer Rico Schmitt (58).
"Wir sind aufmunitioniert!", wählte der 58-jährige Fußballlehrer eine gewohnt klare Ansprache. Dabei ging er mit diesem Satz lediglich auf die sich merklich entspannende Personalsituation vor dem Bezirksderby am Sonnabend ein.
Sandro Sengersdorf (27), Randolf Riesen (21), Andrey Startsev (32) und Max Somnitz (23) stehen als Kaderoptionen zur Verfügung.
"Sie sind voll mit dabei und integriert. Und wir sind mit 18 Feldspielern klasse aufgestellt", unterstreicht Schmitt.
Anders die Lage beim Kontrahenten, wo mit Tim Maciejewski (25, sechs Treffer) der beste Torschütze gesperrt fehlt. Übrigens: Maciejewski wollten die Schwäne im Sommer zu sich lotsen, am Ende bekam Aue den Vorzug – wohl auch, weil der Schacht mehr Geld auszugeben bereit war, wie es heißt.
Zwickaus bester Torjäger ist Philipp Harant (27, fünf Treffer), der auch die interne Scorerliste anführt, vor einem Trio um Daniel Haubner (27).
Aues Anfälligkeit bei ruhenden Bällen
Wo wir wieder beim Stichwort Munition angelangt sind. Haubners Standards sind für jeden Gegner gefährliche Geschosse. Zuletzt in Erfurt hat er das mit seiner Vorlage auf Oliver Fobassam unterstrichen.
Dass Aue bei ruhenden Bällen anfällig ist, wissen sie in Eckersbach. Haubner: "Wir machen uns jede Woche sehr viele Gedanken und schauen jedes Spiel, was es für Möglichkeiten gibt und passen es entsprechend an."