Zwei auf einen Schlag: FSV holt Stammspieler vom Ligakonkurrenten und Torhüter
Zwickau - Kommen und Gehen beim FSV Zwickau kurz vor Ende der ersten Transferperiode! Nach dem Abgang von Cemal Sezer (30, geht zu Hessen Kassel), der zwar für Außenstehende überraschend kam, sich aber seit Wochen angekündigt hatte, konnten die Schwäne am Deadline Day die erhoffte Verstärkung für die Defensive verpflichten.
Edgar Kaizer (22), an den ersten fünf Spieltagen noch Stammspieler bei Ligakonkurrent Greifswalder FC, wechselt an die Stadionallee.
Sportdirektor Robin Lenk (42) hatte zuletzt immer wieder betont, dass auch aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Kilian Senkbeil (27) oder Max Somnitz (23) noch mal nachgelegt werden soll.
Da passt Kaizer perfekt ins Profil, zumal sich Zwickau schon seit geraumer Zeit mit dem 22-Jährigen beschäftigt hatte.
Lenk verriet TAG24: "Ich hatte vor zwei Jahren, als er noch bei Cottbus spielte, bei Pele Wollitz (61) angefragt, der ihn damals aber gerne für die 3. Liga behalten wollte. Jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat. Zumal Edgar auch das Kriterium der 'U23-Regel' erfüllt."
Trotz der Tatsache, dass Kaizer zu Saisonbeginn noch integraler Bestandteil der Greifswalder Defensive war, sei der Wechsel ohne Ablöse erfolgt, so Lenk.
"Edgar steht voll im Saft: Er hat die Vorbereitung komplett bei Greifswald mitgemacht und in den ersten fünf Spielen immer über 90 Minuten auf dem Platz gestanden. Er ist ein Innenverteidiger, der die halbrechte und halblinke Position besetzen kann, aber auch als Außenverteidiger oder Sechser einsetzbar ist. Wir freuen uns, dass Edgar uns ab heute sowohl qualitativ als auch quantitativ verstärkt", ergänzt der Sportdirektor.
Neuer Torhüter kommt aus Fürth
Zudem soll am Dienstag noch ein Leih-Vertrag mit Torhüter Sebastian Jung (21) aus Fürth festgezurrt werden. Fraglich ist noch, ob der FSV durch den Sezer-Abgang noch ein weiteres Mal auf dem Transfermarkt gefordert ist.
Lenk: "Wir haben viele verschiedene Spielertypen, was uns Variabilität verleiht." Sezers Quote von zehn Toren (und sechs Vorlagen) in 31 Spielen sprach allerdings für sich.
Dass der Mittelstürmer zuletzt häufiger nur von der Bank kam, war ein Umstand, der ihn dem Vernehmen nach gefrustet hat. Auch Ende der letzten Saison soll es erste atmosphärische Störungen gegeben haben, wie zu hören war.
Da es in Zwickau seit jeher nach dem Prinzip läuft, es gibt kein Ich in Wir, war eine Trennung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über das Rollenverständnis über kurz oder lang die logische Konsequenz.
Titelfoto: Bildmontage. PICTURE POINT/ Sven Sonntag, Daniel Karmann/dpa

