Berlin - Das klingt nach Abschied! 14 Spieler haben Hertha BSC bereits verlassen, zuletzt mit Marten Winkler (23) ein wichtiger Stammspieler. Abgang Nummer 15 könnte schon bald folgen: Leon Jensen (29) hat unter Stefan Leitl (48) keine Zukunft mehr.
So lassen sich zumindest seine jüngsten Aussagen deuten. "Mit Leon sind die Gespräche sehr offen und sehr klar. Alles Weitere dann gerne auch mit Benny Weber besprechen", so Leitl deutlich.
Beim 1:0 in Bochum fehlte Jensen bereits im Kader. Stattdessen kickte der Mittelfeldspieler einen Tag später bei der U23 gegen Lok Leipzig. Doch inzwischen spielt der 29-Jährige nicht mal mehr in der Regionalliga.
Erst recht nicht in der 2. Liga. Auch bei der Heidenheim-Gala sowie jüngst beim Pokalkrimi in Saarbrücken reichte es nicht für einen Kaderplatz.
Das Transferfenster ist noch bis 1. September geöffnet. Es sieht alles danach aus, als würden sich die Wege wieder trennen. Leitl: "Ich bin mit Leon ganz klar in der Kommunikation, wie ich seine Situation sehe."
Und die sieht nicht gut aus. Sein letzter Einsatz ist fast elf Monate her - beim 3:0 in Nürnberg Ende September. Danach setzte ihn eine komplizierte Muskelverletzung lange außer Gefecht.
Leon Jensen ist bei Hertha BSC hintendran
Obwohl wieder im Training, reichte es in der Rückrunde nur für zwei Kadernominierungen - am vorletzten und letzten Spieltag, als der Aufstieg schon längst abgeschrieben war. Zum Einsatz kam Jensen nicht.
Die Rückkehr des ehemaligen Jugendspielers haben sich beide Seiten wohl anders vorgestellt. Nach nur acht Einsätzen bei Hertha deutet alles auf eine Trennung hin.
Trotz des großen Umbruchs scheint für den Achter kein Platz zu sein. Die Doppelsechs um Paul Seguin (31) und Kevin Sessa (26) harmoniert derzeit prächtig. Dahinter lauern Pascal Klemens (21), der eigentlich wieder in die Abwehr rücken sollte und Vize-U19-Europameister Boris Lum (18), aber auch Selim Telib (20).
Jensens Vertrag läuft noch bis 2027. Hertha dürfte bei einem Angebot ihm wohl keine Steine in den Weg legen. Nur wohin zieht es ihn dann? Der Berliner Kurier brachte zuletzt den 1. FC Magdeburg ins Spiel.