Besser als Harry Kane: Hertha hat einen neuen Super-Joker
Berlin - Er trifft und trifft und trifft. Hertha BSC hat mit Oluwaseun Adewumi (21) einen neuen Überflieger in ihren Reihen. Der Österreicher erzielte beim 2:1 gegen Magdeburg sein drittes Saisontor im vierten Spiel.
Gemeinsam mit Josip Brekalo (28) führt der 21-Jährige damit die interne Torjägerliste an. Der Unterschied aber: Alle Treffer fielen nach Einwechslungen.
Gegen Magdeburg benötigte Adewumi keine drei Minuten. Jon Dagur Thorsteinsson (27) legte flach in die Mitte zurück, wo Herthas Super-Joker schon lauerte und nur noch einschieben musste. Ein Treffer, der kein Zufall war.
"Den Ablauf beim Tor kannte ich aus dem Training und wusste, dass Jon den auf den zweiten Pfosten bringt. So stand ich richtig und konnte den Ball verwerten", so Adewumi.
Irre: Auf insgesamt 99 Minuten kommt der Edeljoker, macht bei drei Toren alle 33 Minuten einen Treffer. Nicht einmal Bayerns Harry Kane (33) kommt auf eine solche Quote. In seiner vergangenen Wahnsinnssaison traf der Torschützenkönig statistisch gesehen "nur" alle 66 Minuten.
Erst zum Ende des Trainingslagers verpflichtet, war Adewumi lange Zeit gar der einzige Neuzugang der Berliner - und der pfeilschnelle und flexible Offensivspieler zahlt zurück.
Adewumi hat die letzten drei Spiele allesamt getroffen
Die letzten drei Spiele hat er allesamt getroffen. Erst gegen Heidenheim, dann in Braunschweig und jetzt den Siegtreffer gegen Magdeburg. Als einfach "crazy" bezeichnete Flankengeber Thorsteinsson seinen Mannschaftskollegen.
"Ich habe einfach das richtige Momentum, und ich will einfach daran anknüpfen und so weiter machen", sagte Adewumi.
Weiter als Joker oder demnächst auch in der Startelf? So kurios es klingt, könnte die Treffsicherheit auch sein Pech werden. Ähnlich wie bei Julian Nagelsmann (39) und Deniz Undav (30), wird sich auch Stefan Leitl (49) die Frage stellen müssen, wo er wertvoller ist: als Einwechselspieler oder von Anfang an?
Adewumi bleibt zumindest gelassen: "Ich nehme jede Rolle, die mir der Trainer gibt. Es klappt einfach alles."
Titelfoto: Andreas Gora/dpa, David Ebener/dpa

