Das nächste Remis! Hertha verspielt Sieg, aber bringt Freiburg ins Stolpern

Berlin - Unbeeindruckt vom großen Knall um Investor Lars Windhorst hat Hertha BSC einen Achtungserfolg gegen die Überflieger des SC Freiburg erzielt, den ersten Heimsieg in der 1. Bundesliga aber verspielt. Gegen den Europa-League-Starter mussten sich die Berliner trotz einer couragierten Leistung mit einem 2:2 (1:1) begnügen.

Umkämpfte Partie! Suat Serdar (l.) und Matthias Ginter im Duell.
Umkämpfte Partie! Suat Serdar (l.) und Matthias Ginter im Duell.  © Andreas Gora/dpa

Daniel-Kofi Kyereh (22. Minute) und Kevin Schade (78.) trafen für die Gäste. Dodi Lukebakio (34., Handelfmeter) und Suat Serdar (61.) hatten das Spiel für die Hauptstädter zwischenzeitlich gedreht.

Freiburg verpasste die Chance, sich in der Spitzengruppe weiter von den Top-Teams FC Bayern München und Borussia Dortmund abzusetzen.

Die Breisgauer wurden in Berlin von den Assistenz-Trainern Lars Voßler und Julian Schuster betreut. Nach Cheftrainer Christian Streich war auch dessen Vertreter Patrick Baier positiv auf das Coronavirus getestet worden, Streich und Baier reisten wie auch Co-Trainer Florian Bruns nicht an die Spree.

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Die Gastgeber starteten gut in die Begegnung, setzten das BL-Überraschungsteam weit in dessen Hälfte unter Druck und störte den gegnerischen Spielaufbau. Nach Ballgewinnen agierten die Berliner aber meist zu hektisch.

Gefahr entstand so auf beiden Seiten lange nicht. Herthas erstem Abschluss durch Lukebakio (14.) fehlten Wucht und Präzision.

Anfangsformation von Hertha BSC für das Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg

Startelf des SC Freiburg für das Auswärtsmatch bei Hertha BSC

Suat Serdar dreht das Match, Kevin Schade setzt den Schlusspunkt

Hertha-Mittelfeldmann Suat Serdar (2.v.l.) jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Hausherren.
Hertha-Mittelfeldmann Suat Serdar (2.v.l.) jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Hausherren.  © Andreas Gora/dpa

Die Partie blieb zerfahren. Fehlpässe und Nickligkeiten prägten das Geschehen. Dann aber setzte der SC ein erstes Highlight: Nach einer starken Parade von Hertha-Keeper Oliver Christensen setzte Freiburg nach.

Ritsu Doan umkurvte im Strafraum trickreich Hertha-Kapitän Marvin Plattenhardt. Sein Querpass fand den freistehenden Kyereh, der nur noch einschieben musste.

Freiburg gab nur vorübergehend die Führung Sicherheit. Die Gäste verlagerten das Spiel zunehmend in Herthas Hälfte, ließen sich dann aber auskontern.

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Eine Hereingabe von Lukebakio sprang Christian Günter an die Hand. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Belgier selbst.

Die Schwarz-Elf wurde wieder aktiver, Chidera Ejuke (39.) hatte nach einem weiteren Konter die große Chance zur Führung. Bis zur Pause war Hertha dem zweiten Treffer näher.

Nach dem Seitenwechsel ging der Schwung auf beiden Seiten etwas verloren. Die Hausherren und der SCF neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld.

Serdar versuchte es aus der Distanz - und brachte Hertha in Führung. Die Berliner blieben auch nach dem zweiten Tor offensiv ausgerichtet, Freiburg suchte in einer munteren Schlussphase den Ausgleich und wurde durch Schade belohnt.

Mitten ins Berliner Herz: Freiburgs Kevin Schade (l.) besorgte den 2:2-Ausgleich.
Mitten ins Berliner Herz: Freiburgs Kevin Schade (l.) besorgte den 2:2-Ausgleich.  © Andreas Gora/dpa

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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