Hertha-Boss Görlich verteidigt Reese: "Fabi hat es nicht verdient"

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Berlin - Die Pfiffe blieben ihm diesmal erspart, der Wirbel um seine Person hält aber an. Jetzt springt Hertha-Boss Peter Görlich (59) Ex-Hertha-Star Fabian Reese (28) zur Seite.

Fabian Reese (28, vorne) wechselte im Sommer zum VfL Wolfsburg.
Fabian Reese (28, vorne) wechselte im Sommer zum VfL Wolfsburg.  © Swen Pförtner/dpa

"Ich bleibe dabei: Fabi hat es nicht verdient, er hat bei uns einen top Job gemacht", sagte der 59-Jährige bei "At Broski – Die Sport-Show".

Zuletzt musste sich Herthas ehemaliger Unterschiedsspieler gleich mehrmals Pfiffe gefallen lassen - im Pokal gegen Altglienicke, beim KSC, sowie Zuhause von den Cottbus-Fans.

Der Wechsel zu Wolfsburg hat offenbar nicht nur die Hertha-Fans erzürnt. Vor einem Jahr hatte der Fanliebling noch seine Vertragsverlängerung live im Stadion verkündet, um dann, anstatt sich den Traum von der Bundesliga zu erfüllen, zum VfL zu gehen, einem Absteiger und Ligakonkurrenten.

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Obwohl die Alte Dame erst im November auf die Wölfe trifft, wird es in fremden Stadien für Reese jetzt schon unangenehm.

Verständnis hat Görlich dafür aber nicht. "Ein erwachsener junger Mann, ein sehr feiner junger Mann wie Fabi, darf eine solche Entscheidung treffen. Ich finde es aber in keinster Weise legitim, dass man dann einen Spieler, egal wo der kickt, auspfeift, nur weil man so ein bisschen mitpfeifen will."

In drei Jahren bei Hertha sorgte Reese immer wieder für die besonderen Momente.
In drei Jahren bei Hertha sorgte Reese immer wieder für die besonderen Momente.  © Robert Michael/dpa

Peter Görlich widerspricht Reese: Setzt deinem Kapitän nicht die Pistole auf die Brust

Geschäftsführer Peter Görlich (59) hält nichts von den Pfiffen.
Geschäftsführer Peter Görlich (59) hält nichts von den Pfiffen.  © Andreas Gora/dpa

Auch in der Sport Bild wird der Hertha-Boss deutlich: "Er hat sich hier nichts vorzuwerfen. Er ist ein toller Sportler und Typ, der unglaublich viel Soziales macht. Er hat nun mal für sich eine Entscheidung getroffen. Aber das bedeutet nicht, dass wir über diesen Spieler herziehen müssen."

Bei allem Wechsel-Frust gehört zur Wahrheit aber auch dazu, dass Hertha die kolportierten acht Millionen Euro Ablöse gerne angenommen hat. Sie gehen einen anderen Weg und konnten sich die Stars nicht mehr leisten. Dazu gehört auch Reese.

In einer Sache widerspricht Görlich seinem ehemaligen Kapitän aber. Die Initiative Reese zu verkaufen ging demnach nicht von Hertha aus. Vielmehr war es eine gemeinsame Entscheidung.

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Das sei erst mal eine Thematik zwischen Spieler und Berater. "Dann spricht man natürlich mit der Spielerseite in Form des Beraters und sagt: Pass mal auf, wenn etwas kommt, sind wir gesprächsbereit, aber nicht unter jeder Größe", erklärte Görlich. "Aber du gehst nicht zu deinem Kapitän und Scorerkönig und setzt ihm eine Pistole auf die Brust."

Reese sorgte mit seinen Aussagen in der "Süddeutschen Zeitung" für etwas Wirbel: "Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren, und für dich wäre ein Wechsel die beste Möglichkeit, um in deiner Karriere den nächsten Step zu machen."

Hertha hat den Abgang des Ex-Unterschiedsspielers ohnehin gut verkraftet. Die Berliner sind herausragend in die Saison in die Saison gestartet, gewannen alle fünf Spiele.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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