Hertha BSC feiert "unfassbares Spiel", aber Spektakel gegen Löwen hätte auch böse enden können

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Berlin - Was war das denn bitte für eine verrückte Show, die Hertha BSC am Freitagabend gegen Eintracht Braunschweig geliefert hat?

Stolze acht Tore hat die Anzeigetafel im Eintracht-Stadion nach Spielschluss angezeigt.
Stolze acht Tore hat die Anzeigetafel im Eintracht-Stadion nach Spielschluss angezeigt.  © Swen Pförtner/dpa

Am Ende standen acht Tore auf der Anzeigetafel im Eintracht-Stadion - fünf aufseiten der Alten Dame. Da war der Jubel natürlich groß, denn mit dem dritten Sieg im dritten Ligaspiel haben die Herthaner nicht nur einen Vereinsrekord eingestellt, sondern ihrem Trainer Stefan Leitl (48) auch noch ein vorzeitiges Geburtstagsgeschenk gemacht.

"Das war ein unfassbares Spiel", jubelte der Hertha-Coach nach Spielschluss am Sky-Mikrofon. "Da war alles drin, was man sehen will und was speziell ich von meiner Mannschaft sehen will", betonte er.

Nun ja, auf den Zwei-Tore-Rückstand hätte der 48-Jährige bestimmt auch gern verzichtet, zumal beide Gegentreffer selbst verschuldet waren. Dem ersten ging ein grober Schnitzer von Niklas Kolbe (29) voraus und beim 0:2 fühlte sich bei einer Ecke niemand für Braunschweigs Innenverteidiger Kevin Ehlers (25) zuständig.

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Was dann folgte, hätte sich der BSC-Coach aber wohl auch nicht erträumt. "Wow, was die Jungs dann machen, die Reaktionen, bis zur Pause den Ausgleich zu erzielen und die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit, waren unfassbar", schwärmte er von seiner Mannschaft.

Während des Spiels musste Stefan Leitl (48) seine Jungs von Zeit zu Zeit noch zurechtweisen, nach dem Spiel ist aber auch bei dem Hertha-Coach die Freude groß gewesen.
Während des Spiels musste Stefan Leitl (48) seine Jungs von Zeit zu Zeit noch zurechtweisen, nach dem Spiel ist aber auch bei dem Hertha-Coach die Freude groß gewesen.  © Swen Pförtner/dpa

Strittige Schiri-Entscheidungen zugunsten von Hertha BSC

Nach dem Abpfiff ließen die Hertha-Kicker ihrem Jubel freien Lauf.
Nach dem Abpfiff ließen die Hertha-Kicker ihrem Jubel freien Lauf.  © Swen Pförtner/dpa

Mit ein bisschen Pech oder mehr Schuss- und Schiri-Glück bei den Löwen wäre das Fazit am Ende wohl ganz anders ausgefallen, denn die Niedersachsen hätten sogar noch höher in Führung gehen können, wenn nicht sogar müssen.

Aaron Opoku (27) ließ die Riesenchance zum 3:0 liegen, kurz bevor die Spree-Athener zum Doppelschlag ausholten. Und ob sich die Berliner auch von einem Drei-Tore-Rückstand zurückgekämpft hätten, ist fraglich. Obwohl: "Der Glaube war immer da", stellte Leitl fest.

Aber auch beim Hertha-Doppelschlag war womöglich nicht alles ganz koscher. Jon Dagur Thorsteinssons (27) Anschlusstreffer ging nach Meinung von Sky-Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich (47) ein klares Foul an Yann Sturm (21) voraus.

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Und auch Josip Brekalos (28) herrlicher Schlenzer aus knapp 40 Metern hätte eigentlich zurückgenommen werden müssen. Stattdessen wäre ein Strafstoß für die Braunschweiger fällig gewesen, denn Paul Seguin (31) hielt seinen Gegenspieler vor dem Konter bei einer Ecke eindeutig fest - so deutlich, dass das Trikot beinahe gerissen wäre. Fraglich, warum in dieser Situation VAR Florian Lechner (35) nicht eingegriffen hat, wie er es in Minute 67 zugunsten des Hauptstadtklubs tat.

So konnte sich Stefan Leitl am Ende über ein "megageiles Auswärtsspiel" und einen "hochverdienten Sieg" freuen, durch den der Berliner Sport-Club zumindest über Nacht die Tabellenspitze erklommen hat.

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa (Bildmontage)

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