Hertha BSC patzt beim Schlusslicht: Warum Stefan Leitl trotzdem zufrieden ist

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Berlin - Jetzt ist es also passiert: Ausgerechnet beim Schlusslicht Holstein Kiel hat Hertha BSC am Freitagabend erstmals Punkte liegen gelassen, bleibt aber auch nach dem 8. Spieltag Tabellenführer der 2. Bundesliga.

Stefan Leitl (49) hat sich trotz des Punktverlusts zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gezeigt.
Stefan Leitl (49) hat sich trotz des Punktverlusts zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft gezeigt.  © Frank Molter/dpa

Daher zeigte sich Stefan Leitl (49) nichtsdestotrotz einverstanden mit dem Ausgang der Partie.

"Schmeckt auf alle Fälle der Punkt. Jeder Punkt ist wichtig", betonte er nach Spielschluss am Sky-Mikrofon. "Ich bin mit der zweiten Hälfte meiner Mannschaft durchaus zufrieden", erklärte der Hertha-Coach, denn nach der Pause hätte seine Truppe gezeigt, wie sie Fußball spielen wollen.

"Die erste Hälfte war okay. Das war so eine Pari-Halbzeit, aber die zweite Hälfte war klar auf unserer Seite", stellte er fest. Die Reaktion seiner Kicker sei gut gewesen, "wir haben uns leider nicht belohnen können".

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In Durchgang eins hätte Oluwaseun Adewumi (21) die Berliner früh in Führung bringen können, scheiterte aber zweimal an Gäste-Keeper Timon Weiner (27), der nach Leitls Aussage "ein super Spiel gemacht" hat.

Nach einer halben Stunde entschärfte der 27-Jährige nämlich auch noch einen gefährlichen Flachschuss von Sebastian Grönning (29) und brachte in der Schlussphase Luca Schuler (27) mit zwei starken Paraden zur Verzweiflung.

Die Hertha-Kicker mussten sich am Ende mit einem torlosen Unentschieden begnügen.
Die Hertha-Kicker mussten sich am Ende mit einem torlosen Unentschieden begnügen.  © Frank Molter/dpa
Mads Pedersen (30) ist der Frust nach dem verpassten Sieg deutlich anzusehen gewesen.
Mads Pedersen (30) ist der Frust nach dem verpassten Sieg deutlich anzusehen gewesen.  © Frank Molter/dpa

Sebastian Grönning lässt Hundertprozentige liegen: "Bin enttäuscht von mir selber"

Sebastian Grönning (29) hat sich nach der Partie sehr selbstkritisch gezeigt.
Sebastian Grönning (29) hat sich nach der Partie sehr selbstkritisch gezeigt.  © Frank Molter/dpa

"Ein Sieg wäre verdient gewesen, wir hatten die klareren Chancen", resümierte Leitl. Besonders Grönning haderte mit sich. "Die zweite Halbzeit ist nicht gut genug von meiner Seite", bemerkte der Däne.

Schließlich hatte er nach 58 Zeigerumdrehungen die größte Torchance der Berliner auf dem Kopf, zielte aber frei stehend aus knapp fünf Metern zu gut und traf nur den rechten Pfosten. "Ich bin enttäuscht von mir selber mit diesen Momenten, in denen ich da sein muss", bedauerte der 29-Jährige.

Und so war wahrscheinlich nicht nur er am Ende "natürlich enttäuscht, dass wir nicht den achten Sieg geholt haben". Joker Mads Pedersen (30) hätte am liebsten wohl auch in den Ball gebissen, als sein Abschluss kurz vor Ultimo knapp am rechten Pfosten vorbeistrich. Dennoch spielt die Alte Dame die beste Zweitliga-Saison eines Vereins seit 26 Jahren.

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Dass er auch nach nunmehr acht Zweitliga-Duellen erst einen Sieg gegen Tim Walter (50) holen konnte, störte Stefan Leitl übrigens nicht: "Ist okay für mich", ließ er wissen und wünschte seinem langjährigen Weggefährten einen Verbleib bei der KSV: "Ich hoffe, dass er Trainer bleibt!"

Die beiden Übungsleiter verbindet eine lange gemeinsame Zeit - unter anderem haben sie zusammen die Lizenz zum Fußballlehrer gemacht.

Titelfoto: Frank Molter/dpa (Bildmontage)

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