Hertha BSC überrollt Heidenheim und feiert perfekten Saisonstart

Berlin - Hertha BSC hat den Auftaktsieg in der 2. Bundesliga mit einem 4:1 (3:0)-Erfolg gegen den 1. FC Heidenheim vergoldet und den Bundesliga-Absteiger besonders in der ersten Halbzeit förmlich überrollt.

Die Blau-Weißen hatten bereits früh Grund zum Jubeln.  © Andreas Gora/dpa

Die Alte Dame legte im heimischen Olympiastadion los wie die Feuerwehr. Bereits nach 91 Sekunden gingen die Hausherren in Führung.

Wie beim 1:0 in Bochum war Sebastian Grönning zur Stelle, der eine flache Freistoßflanke von Marten Winkler per Flugkopfball veredelte. Das ließ sich gut an vor rund 40.000 Zuschauern im weiten Rund. Josip Brekalo hätte kurz darauf sogar den Doppelschlag folgen lassen können.

Die Blau-Weißen blieben das dominante Team. "Ich erwarte, dass wie intensiv spielen", forderte Coach Stefan Leitl vor dem Anpfiff und seine Kicker ließen auf dem Platz Taten folgen.

Hertha BSC Torwart-Kandidat vor Wechsel zu anderem Klub, aber braucht Hertha überhaupt einen neuen Keeper?

Nach 26 Minuten war es eine Einzelleistung von Winkler, der sich die Kugel im Mittelfeld schnappte, zwei Gegner stehen ließ und das Spielgerät aus rund 25 Metern unhaltbar zum 2:0 in die rechte Ecke nagelte.

Die Gastgeber ruhten sich auf dem vermeintlich beruhigenden Vorsprung aber nicht aus. Wieder erkämpften sie sich die Pille im Mittelfeld, Winkler chippte auf Deyovaisio Zeefuik, der überlupfte den herauseilenden Frank Feller nach nur 35 Zeigerumdrehungen zum 3:0. Dabei blieb es zur Pause.

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Marten Winkler (r.) donnert die Kugel zum 2:0 in die Maschen - Heidenheims Keeper Frank Feller (l.) streckt sich vergeblich.  © Andreas Gora/dpa
Deyovaisio Zeefuik (r.) dreht zum Jubeln ab, nachdem sein Lupfer zum 3:0 im Netz zappelt.  © Andreas Gora/dpa

Irre 2. Halbzeit: Früher Anschlusstreffer, Rote Karte und Joker-Tor von Neuzugang Oluwaseun Adewumi

Heidenheims Trainer Frank Schmidt hat zur Pause gleich viermal gewechselt.  © Andreas Gora/dpa

Heidenheims Trainer Frank Schmidt konnte mit dem ersten Durchgang absolut nicht zufrieden sein und sendete ein deutliches Zeichen an sein Team: Gleich vier Spieler blieben in der Kabine!

Und das sollte schnell Wirkung zeigen. Nach einem Freistoß besorgte Jan Schöppner den Anschlusstreffer für die Schwaben. Sollte jetzt doch noch einmal das große Zittern im weiten Rund beginnen?

Die Leitl-Truppe war um Kontrolle bemüht - die Souveränität der ersten Halbzeit war aber erst einmal flöten. Einen fatalen Ballverlust der Spree-Athener ließ der FCH jedoch beinahe schon fahrlässig liegen.

Hertha BSC Beendet Hertha BSC dieses Missverständnis vorzeitig?

In der Folge fand der Hauptstadtklub wieder besser in die Partie und ließ einige gute Chancen liegen. Gegen Ende der Begegnung wurde es bei 35 Grad Celsius auch noch einmal hitzig auf dem Rasen: Der bärenstarke Zeefuik ließ sich zu einem Ellenbogenstoß hinreißen und flog vom Platz - Gegenspieler Maximilian Breunig machte zugegeben viel aus der Situation.

Alles deutete auf eine heiße Schlussphase hin, aber nach einer gegnerischen Ecke spielte die Hertha einen Konter mustergültig aus. Brekalo bediente Neuzugang Oluwaseun Adewumi und der Joker besorgte den 4:1-Endstand.

"Die Woche hat sehr gut geschmeckt", bemerkte Leitl im Vorfeld des Duells - das dürfte nach dem perfekten Saisonstart erst recht der Fall sein - natürlich abgesehen von der Roten Karte.

Erstmeldung von 13.22 Uhr, zuletzt aktualisiert um 14.58 Uhr.

Deyovaisio Zeefuik (3.v.l.) kann seinen Platzverweis nicht nachvollziehen, auch sein Trainer Stefan Leitl (l.) ist mit der Entscheidung nicht einverstanden.  © Andreas Gora/dpa
Neuzugang Oluwaseun Adewumi (M.) hat seinen ersten Treffer für die Alte Dame erzielt.  © Andreas Gora/dpa
Die Mannschaft lässt sich nach dem Abpfiff vor der Ostkurve feiern.  © Andreas Gora/dpa

Statistik zum Spiel zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Heidenheim

2. Bundesliga, 2. Spieltag

Hertha BSC - 1. FC Heidenheim 4:1 (3:0)

Aufstellung Hertha BSC: Gersbeck - Eitschberger (83. Marton Dardai), Gechter, Kolbe, Zeefuik - K. Sessa (83. Thorsteinsson), Seguin - Winkler (77. Klemens), Gouram (64. Adewumi), Brekalo - Grönning (64. Schuler)

Aufstellung 1. FC Heidenheim: Feller - Mhamdi (46. Busch), Mainka (46. Gimber), Siersleben, Föhrenbach - Schöppner - Costly, Pieringer, Beck (46. Zrilić), Honsak (46. M. Kaufmann) - Siwsiwadse (78. M. Breunig)

Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)

Zuschauer: 41.459

Tore: 1:0 Grönning (2.), 2:0 Winkler (26.), 3:0 Zeefuik (35.), 3:1 Schöppner (49.), 4:1 Adewumi (90.)

Gelbe Karten: Eitschberger (2) / Mainka (1), Mhamdi (2)

Rote Karten: Zeefuik (88./Tätlichkeit) / -

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Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Nürnberg 2 7:2 6
2 Hertha BSC 2 5:1 6
3 Eintracht Braunschweig 2 6:2 3
4 FC Energie Cottbus 1 3:1 3
5 Karlsruher SC 1 2:1 3
6 VfL Bochum 1848 2 1:1 3
7 1. FC Heidenheim 2 5:7 3
8 1. FC Magdeburg 2 4:6 3
9 Holstein Kiel 2 4:4 2
10 FC St. Pauli 2 3:3 2
11 SV Darmstadt 98 1 2:2 1
12 1. FC Kaiserslautern 1 0:0 1
12 VfL Wolfsburg 1 0:0 1
14 SpVgg Greuther Fürth 2 3:5 1
15 Arminia Bielefeld 1 1:2 0
16 Hannover 96 1 1:3 0
17 SG Dynamo Dresden 1 0:3 0
18 VfL Osnabrück 2 3:7 0

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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