Nach Traumtor: Leitl erteilt Hertha-Star Seguin Schießbefehl
Berlin - Er trifft selten, wenn dann aber schön. Zwei Tore hat Paul Seguin (31) seit seinem Wechsel zu Hertha BSC erzielt. Eins vergangene Saison gegen Arminia Bielefeld und zuletzt beim Pokalspiel in Saarbrücken. Das sogar durchaus sehenswert.
Ansatzlos haute der 31-Jährige aus gut und gerne 25 Metern die Kugel in den Winkel. Keeper Kevin Broll (31) streckte sich vergebens.
Kurios: Eigentlich suchte Seguin erst gar nicht den Abschluss, sondern den Mitspieler, doch sein Fehlpass wurde zur perfekten Vorlage.
"Ich habe einen guten Schuss und muss es eigentlich schaffen, öfter in solche Situationen zu kommen. Der Jubel kam aus der Situation heraus und hat irgendwie gepasst", sagte Seguin über sein Traumtor.
Da sieht sein Trainer ähnlich. Stefan Leitl (48) erteilte seinem Mittelfeld einen Schießbefehl: "Ich würde mir wünschen, dass er diese Waffe, die er definitiv hat, öfter nutzt, um aus der Distanz zu schießen", sagte Leitl bei RTL und ging auf auch der Pressekonferenz darauf ein.
"Ja, er sollte mehr aus der Distanz schießen, weil er eine unfassbare gute Schusstechnik hat. Das hat man gesehen. Das ist schon ein Auftrag an Paul, aus diesen Situationen eben eine Torgefahr zu entwickeln."
Paul Seguin verleiht Berliner Spiel Struktur
Vergangenen Sommer kam Seguin als absoluter Wunschspieler von Leitl nach Berlin. Beide kennen sich noch gut aus Fürth. Doch die erhoffte Soforthilfe wurde der Ex-Schalker zunächst nicht. Durch eine hartnäckige Wadenverletzung gab der Sechser erst im Oktober in Bochum (9. Spieltag) sein Debüt, wurde aber sofort Stammspieler und verlieh dem Berliner Spiel Struktur.
Auch mit seinem neuen Nebenmann Kevin Sessa (26) funktioniert das Zusammenspiel derzeit optimal. Seguin ist der Taktgeber und übernimmt als Vize-Kapitän noch mehr Verantwortung. Jetzt sollte er es nur noch öfter aus der Distanz versuchen. Es schadet nicht.
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