Hamburg/Bremen - Nach dem Wechsel von Ludovit Reis (26) zu Werder Bremen kochen die Emotionen hoch. Einige Fans des HSV ließen sich im Netz zu grenzüberschreitenden Hass-Nachrichten gegen den früheren Hamburger Liebling hinreißen.
Schaut man sich den Instagram-Kanal des Niederländers an, stechen einem die Kommentare unter den Postings mit Bezug zu seinem neuen Verein direkt ins Auge. So sind dort unter anderem Dinge wie "Schäm dich", "Du Judas" oder "Ratte" zu lesen.
Einige Rothosen-Anhänger gingen aber noch viel weiter und schickten dem ehemaligen Publikumsliebling sogar Drohungen - auch seine Freundin soll dem Vernehmen nach entsprechende Nachrichten bekommen haben.
Die Hetze nahm derartige Auswüchse an, dass sich sowohl der HSV als auch der SVW dazu veranlasst sahen, mit deutlichen Worten Stellung zu beziehen.
So erklärte Hamburgs Sportdirektor Claus Costa (42): "Wir verstehen, dass ein Wechsel zum Rivalen bei vielen Fans starke Emotionen auslöst. Enttäuschung, Kritik und eben Emotionen gehören zum Fußball dazu. Was aber nicht dazugehört, sind Drohungen gegen Ludo oder seine Familie. Bei aller Rivalität sollten wir nicht vergessen, dass hinter jeder sportlichen Entscheidung ein Mensch steht."
Auch Werders Geschäftsführer Profifußball, Clemens Fritz (45), meldete sich zu Wort: "Bei aller Rivalität sollte es immer menschlich bleiben. Wir distanzieren uns komplett von Hetze. Kritik ist okay und kann auch angebracht sein. Aber wenn es unter die Gürtellinie geht, ist es eben nicht mehr angebracht."