HSV-Profi Miro Muheim feiert sehenswerte Premiere: "Unglaubliches Gefühl"

Hamburg/Regensburg - Was für eine Premiere! Hamburgs Linksverteidiger Miro Muheim (24) hat beim 4:2-Auswärtssieg beim SSV Jahn Regensburg nicht nur sein erstes Tor für den HSV geschossen, sondern auch seine erste Bude im Profi-Bereich. Dabei war der Führungstreffer nicht nur äußerst sehenswert.

Linksverteidiger Miro Muheim (24) jubelt über seinen ersten Treffer für den Hamburger SV.
Linksverteidiger Miro Muheim (24) jubelt über seinen ersten Treffer für den Hamburger SV.  © Armin Weigel/dpa

In den ersten 20 Minuten deutete nicht vieles darauf hin, dass die Rothosen an diesem Samstag in Führung gehen würden. Regensburg agierte aggressiv und stellte die Walter-Elf vor große Probleme.

"Uns war bewusst, dass es ein Kampfspiel wird", erklärte Muheim. "Das war es dann auch." In der Anfangsphase leistete sich der HSV Fehler um Fehler, der Jahn bestrafte diese nur nicht.

Und dann schlug die Stunde des Schweizers. In der 23. Minute bekam der 24-Jährige den Ball auf der halblinken Position, ließ Jahn-Profi Benedikt Saller aussteigen und hämmerte den Ball aus gut 20 Metern mit links ins rechte Eck.

HSV: Jean-Luc Dompé reichen 29 Minuten, um den Unterschied zu machen
HSV HSV: Jean-Luc Dompé reichen 29 Minuten, um den Unterschied zu machen

"Bei meinem Tor habe ich eigentlich direkt gespürt, dass der Ball wie ein Strahl einschlagen wird. Das ist ein unglaubliches Gefühl, wenn du den Ball dann einschlagen siehst", gestand Muheim. "Ich bin sehr glücklich."

Dabei hatte der Linksfuß bis dahin, wie ein Großteil der Mannschaft, eine unterirdische Leistung abgeliefert. "Ich versuche mich nicht von meinen Fehlern beeinflussen zu lassen, versuche einfach weiterzumachen und mutig weiterzuspielen", erklärte er anschließend.

Miro Muheim macht sich über den HSV-Aufstieg noch keine Gedanken

Der Linksverteidiger hatte anfangs große Probleme mit seinen Gegenspielern. Erst brachte er Jan-Niklas Beste (23) zu Fall.
Der Linksverteidiger hatte anfangs große Probleme mit seinen Gegenspielern. Erst brachte er Jan-Niklas Beste (23) zu Fall.  © Armin Weigel/dpa

Der Treffer des 24-Jährigen war nicht nur für ihn, sondern für den gesamten HSV eine Art Weckruf. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Norddeutschen immer besser in die Partie und gewannen an Kontrolle.

Selbst nach dem Rückschlag durch das 1:1 direkt nach der Pause ließ sich das Team nicht beeindrucken, sondern schlug durch einen erneuten Sonntagsschuss von Anssi Suhonen (21, 65. Minute) zurück.

Es folgten Chancen auf beiden Seiten und schließlich in der 89. Minute der Regensburger Ausgleich. "Das war sehr ärgerlich", gab Muheim zu. "Wir haben uns auch schon davor zu sehr hinten reindrücken lassen."

Nach roter Karte in Magdeburg: So lange muss der HSV auf Guilherme Ramos verzichten
HSV Nach roter Karte in Magdeburg: So lange muss der HSV auf Guilherme Ramos verzichten

Doch die Hamburger zeigten eine Reaktion. Keine Minuten später erzielte Josha Vagnoman (21) das 3:2. "Wir haben mal wieder Teamgeist und Wille[n] gezeigt", so der Schweizer. "Das zeigt, was für eine geile Mannschaft wir haben."

Die legte durch David Kinsombi (27, 90.+6) sogar noch nach. "Wir haben nie aufgegeben, immer weitergekämpft. Das zeichnet uns schon die ganze Saison aus."

Und vielleicht führte der Weg des jungen Teams am Ende doch noch in die erste Liga. "Wir schauen von Spiel zu Spiel", gab Muheim die Richtung vor. "Es war ein schöner Sieg, den haken wir jetzt ab und schauen aufs nächste Spiel." Schließlich wären die drei Punkte in Regensburg nichts wert, wenn der HSV am kommenden Samstag (13.30 Uhr) gegen Absteiger FC Ingolstadt 04 nicht nachlegen würde.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

Mehr zum Thema HSV: