Verletzungen und Abstoß ins eigene Toraus: HSV mit Grusel-Kick beim SCP

Paderborn - Was für ein gebrauchter Tag für den HSV: Die Rothosen unterlagen bei Aufsteiger SC Paderborn 07 verdient mit 0:1 und verloren dabei auch noch gleich zwei wichtige Spieler mit Verletzungen.

Frust bei Edeltechniker Fábio Vieira (l.): Der HSV-Edeltechniker musste nach nur wenigen Minuten mit einer Oberschenkelverletzung vom Platz.  © Swen Pförtner/dpa

In der zehnten Minute setzte sich Fábio Vieira plötzlich kopfschüttelnd auf den Boden und fasste sich an den Oberschenkel - schnell war klar, dass es für ihn nicht weitergehen würde. Dick bandagiert humpelte der Portugiese vom Feld, Otto Stange kam rein.

Ob es am frühen Aus des Kreativspielers lag, dass die Rothosen im ersten Abschnitt offensiv nahezu überhaupt nicht in Erscheinung traten? Die Elf von Merlin Polzin setzte auf schnelles Umschaltspiel, stand sich selbst aber immer wieder mit Ungenauigkeiten im Weg.

Sinnbildlich für die Partie war eine Aktion von Warmed Omari, der seinem Keeper Daniel Heuer Fernandes einen Abstoß abnahm und es dabei fertigbrachte, die Kugel ins eigene Toraus (!) zu spielen.

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SC Paderborn gegen den HSV: Rothosen verlieren auch Bilal Nadir und das Spiel

Im zweiten Abschnitt verloren die Rothosen auch noch Bilal Nadir (M.). Der Mittelfeldspieler humpelte direkt in die Kabine.  © Swen Pförtner/dpa

Apropos Heuer Fernandes: Kurz nach dem Wiederanpfiff verhinderte der Hamburger Schlussmann mit einer Wahnsinnstat gegen Santiago Castañeda die Paderborner Führung (47.). Wer jetzt allerdings auf einen wilden Schlagabtausch in Hälfte zwei gehofft hatte, wurde enttäuscht.

Das lag in erster Linie am HSV, der offensiv weiterhin wenig bis gar nichts auf die Kette bekam. Bitter zudem: Nach Vieira musste auch Bilal Nadir mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld. Gestützt vom medizinischen Personal humpelte er direkt in die Gästekabine.

Wenn es mal gefährlich wurde, dann im Strafraum der Hamburger. In der 73. Minute musste Heuer Hernandes erneut gegen Castañeda retten, Sekunden später traf Laurin Curda den Pfosten.

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Das Tor für den SCP wäre inzwischen verdient gewesen - und es fiel auch noch! Ausgerechnet HSV-Leihgabe Rayan Philippe traf in der 88. Minute mit einem strammen Flachschuss zum goldenen 1:0. Der HSV hatte nichts mehr entgegenzusetzen.

Statistik zum Bundesliga-Duell zwischen dem SC Paderborn und dem HSV

Bundesliga, 7. Spieltag

SC Paderborn 07 - Hamburger SV 1:0 (0:0)

SCP: Noll - ter Horst (62. Götze), Scheller, Hansen - Curda, Castaneda, Obermair, Ulrich (70. Philippe), Vidovic (46. Baack) - Marino (79. Michel), S. Tigges (62. Pieringer)

HSV: Heuer Fernandes - Nandja, Bornauw, Omari - El Ouahdi, Adeline, Nadir (71. Grönbaek), Muheim (71. Sambi Lokonga), Wolfe, Fábio Vieira (13. Stange, 89. Rössing-Lelesiit) - Poulsen (46. Moffi)

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 15.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Philippe (88.)

Gelbe Karten: ter Horst (2) / Nandja (2), Sambi Lokonga (2)

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Borussia Dortmund 7 11:4 15
2 FC Bayern München 6 22:5 14
3 SC Freiburg 6 15:6 13
4 Bayer 04 Leverkusen 6 16:9 13
5 RB Leipzig 7 20:11 12
6 SV Werder Bremen 7 15:14 12
7 1. FSV Mainz 05 7 16:13 10
8 SV 07 Elversberg 7 12:15 10
9 FC Augsburg 7 17:13 9
10 Eintracht Frankfurt 7 10:16 9
11 Hamburger SV 7 6:16 9
12 1. FC Köln 7 8:11 8
13 SC Paderborn 07 7 6:9 8
14 TSG 1899 Hoffenheim 6 11:14 6
15 VfB Stuttgart 7 10:13 6
16 FC Schalke 04 7 4:7 6
17 1. FC Union Berlin 7 6:18 6
18 Borussia Mönchengladbach 7 11:22 3

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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