Chancenwucher in Babelsberg! Lok verzweifelt an Ex-Keeper und sich selbst

Potsdam - Chancen am Fließband, aber keine Tore: Lok Leipzig verzweifelt in Babelsberg vor 3804 Zuschauern an sich selbst und Ex-Keeper Niclas Müller.

Nicht zu fassen: Djamal Ziane und Lok versemmeln reihenweise Chancen.  © Matthias Koch

Vor Anpfiff zünden die Heimfans erst einmal kräftig Pyro - die Babelsberger Ultras haben die Tribüne gewechselt, stehen statt in der Nordkurve jetzt im Ostblock hinterm Tor.

Auf den Platz springt der Funke vorerst nicht über. Lediglich Loks Ayodele Adetula (5.) hat einen Riesen auf dem Fuß, doch zielt knapp vorbei. Nach 24 Minuten findet der FCL-Stürmer in Ex-Lokist Niclas Müller im Babelsberger Tor seinen Meister.

Die Hausherren brauchen 29 Minuten bis zum ersten richtigen Abschluss von Matthew Meier, den Jonas Wendlinger für Lok pariert. Kurz darauf wieder Lok im Angriff, doch erneut scheitert Adetula an Müller (29.).

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Selbst eine Doppelchance kann Lok kurz darauf nicht in einen Treffer ummünzen, Müller zeichnet sich zunächst gegen Eren Öztürk und dann gegen Djamal Ziane aus (31.). Später segelt ein Freistoß von Eliyas Strasner, der zum ersten Mal in der Liga für Lok beginnt, am Tor vorbei (37.).

Torlos geht es in die Halbzeit.

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Babelsbergs Ultras sind künftig im Ostblock zu Hause - und feiern eine Einweihungsparty.  © Matthias Koch
Auch der Gästeblock der Lok ist an diesem Sonntagnachmittag gut gefüllt.  © Matthias Koch

Lok Leipzigs Defensiv-Bollwerk hält zum ersten Mal diese Saison dicht

Babelsberg-Keeper Niclas Müller (r.) lief gegen seinen Ex-Club zur Höchstform auf.  © Matthias Koch

Babelsberg kommt besser aus der Pause, Wendlinger im Lok-Tor verhindert den Rückstand gegen Joshua Okpalaike (46.). Dann ist wieder Lok am Zug, aber Ziane köpft am Kasten vorbei (54.).

Kurz darauf hat Eren Öztürk das dicke Ding zur Führung, läuft alleine auf Müller zu, doch sein Abschluss ist zu schwach (61). Ziane kann einen Kopfball nach Ecke nicht nutzen (70.), Lok betreibt weiter Chancenwucher!

Es folgt eine kleine Wechselarie - unter anderem kommt Ricky Bornschein für den glücklosen Ziane - und etwas Leerlauf, bis Lok das Tempo nochmal erhöht: Strasner schiebt von links an und setzt Adetula in Szene, doch dem klebt an diesem Tag das Pech an den Schuhen (79.).

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Es sollte der letzte Hochkaräter des Tages bleiben: Lok fehlt vorne die Kaltschnäuzigkeit, verteidigt aber zum ersten Mal diese Saison hinten die Null. Dennoch rutscht der Vorjahresmeister auf Rang zehn ab, Babelsberg klettert auf elf.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Chemnitzer FC 12 28:6 29
2 FC Rot-Weiß Erfurt 12 37:14 27
3 Hallescher FC 12 19:9 25
4 BFC Dynamo 12 21:12 24
5 FC Carl Zeiss Jena 12 21:11 22
6 Greifswalder FC 12 24:16 22
7 VSG Altglienicke 12 20:15 21
8 FC Erzgebirge Aue 12 20:17 21
9 FSV Zwickau 12 15:17 18
10 1. FC Lokomotive Leipzig 12 23:23 16
11 SV Babelsberg 03 12 14:17 13
12 1. FC Magdeburg II 12 21:25 13
13 BFC Preussen 12 15:18 11
14 Hertha BSC II 12 10:22 10
15 BSG Chemie Leipzig 12 13:20 9
16 RSV Eintracht 1949 12 13:30 6
17 FSV 63 Luckenwalde 12 12:29 6
18 Tasmania Berlin 12 13:38 5

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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