Eine Regionalliga abschaffen? Lok-Leipzig-Spieler springt Ex-Coach zur Seite: "Absolut ein Skandal"

Leipzig - Momentan ist der DFB auf einem guten Weg, endlich die Regionalliga zu reformieren. In der Saison 2028/29 wird eine grundlegende Änderung angestrebt, im Dezember wird darüber abgestimmt. Lok Leipzig war zuletzt zweimal in Folge der leidtragende Club gewesen, dem trotz Meisterschaft der Aufstieg verwehrt wurde, weil er in den Aufstiegsspielen als Verlierer vom Platz ging.

Jochen Seitz (50, 3.v.l.) und Jonas Arcalean (29, r.) haben ein Jahr lang bei Lok Leipzig zusammengearbeitet.  © Picture Point / Roger Petzsche

Trainer der Sachsen in der Zeit war Jochen Seitz (50). Der Erfolgscoach ist inzwischen beim SV Wehen Wiesbaden beheimatet und knüpft dort mit zahlreichen Siegen nahtlos an die Zeit bei Blau-Gelb an.

Trotzdem sitzt der Stachel noch tief. Im Podcast "4 zu 3" von "Magenta Sport" holte Seitz aus. Gerade in der Vorsaison hätten die Würzburger Kickers gegenüber den Sachsen einen massiven Vorteil gehabt, weil sie schon Wochen vorher wussten, dass sie in die Aufstiegsspiele können, wohingegen Lok bis zum Schluss zittern musste.

Kann passieren, aber eigentlich nicht so, weil der Umstand nur deshalb kam, weil kein anderer Konkurrent aus Bayern aufsteigen wollte.

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Der 50-Jährige wütend: "Die Regionalliga Bayern gehört tatsächlich aufgelöst, weil es keine Vereine gibt, die Richtung 3. Liga wollen. Wo teilweise auch Stadien sind, die überhaupt nicht tauglich sind. Das ist ungerecht für alle anderen, vor allem dann natürlich für die Regionalliga Nordost, wo du so viele tolle Stadien hast und so viele Fans. Dass sich Bayern dagegen wehrt, ist eine absolute Unverschämtheit."

Kann auch einer verstehen, der ein Jahr lang an der Seite des Trainers war: Jonas Arcalean (29). Der Offensivmann von Blau-Gelb war zum Saisonendspurt verletzt, war beim geplatzten Traum in Würzburg aber auf der Bank dabei. "Ich glaube, da kann ich nur dem zustimmen, was Jochen gesagt hat. Ich finde das auch absolut einen Skandal. Dass Jochen das vielleicht in der Hinsicht noch beschäftigt, ist, denke ich, menschlich, weil er schon sehr an dem Verein hing und er ihm sehr am Herzen lag", so der Spieler gegenüber TAG24.

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Verlängert Jonas Arcalean seinen Vertrag bei Lok Leipzig?

Seit seinem Comeback dreht Arcalean bei Lok wieder richtig auf und liefert wichtige Tore.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Arcalean selbst beschäftigt die verpasste Chance aber inzwischen nicht mehr. Natürlich sei es eine "harte Zeit" gewesen. "Ich war mental ja sowieso schon angeschlagen wegen meiner Verletzung", so der 29-Jährige.

Inzwischen liegt der volle Fokus aber auf dieser Spielzeit, wo durch den motivierenden ersten Heimsieg gegen Altglienicke vorige Woche ja vielleicht doch noch etwas nach ganz oben geht und ein direkter Aufstieg dieses Jahr garantiert wäre.

Spannend: Arcaleans Vertrag läuft am Ende der Saison aus. Wie geht es dann für den Spieler weiter? "Zum aktuellen Zeitpunkt kann ich das noch nicht sagen. Man hat sich natürlich schon Gedanken gemacht, aber ich habe gelernt, dass ich gar nicht so weit in die Zukunft schaue, weil man nicht weiß, was in ein paar Monaten ist."

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Und wenn Sportboss Toni Wachsmuth (39) aber anklopft und fragt, ob er sich vorstellen könnte, noch länger bei Lok zu bleiben? Arcalean (lacht): "Dann müssten wir uns zusammensetzen."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 15 46:19 34
2 Chemnitzer FC 15 34:12 33
3 Hallescher FC 15 23:12 30
4 BFC Dynamo 15 24:13 29
5 VSG Altglienicke 15 27:20 27
6 FC Erzgebirge Aue 15 24:18 27
7 FC Carl Zeiss Jena 15 23:13 26
8 Greifswalder FC 15 29:24 23
9 1. FC Lokomotive Leipzig 15 30:28 21
10 1. FC Magdeburg II 15 28:29 20
11 FSV Zwickau 15 17:25 19
12 SV Babelsberg 03 15 16:27 16
13 BFC Preussen 15 19:22 14
14 BSG Chemie Leipzig 15 18:23 14
15 Hertha BSC II 15 11:26 11
16 Tasmania Berlin 15 24:43 11
17 RSV Eintracht 1949 15 15:34 9
18 FSV 63 Luckenwalde 15 15:35 7

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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