Lok Leipzig hat Erzgebirge Aue bei der Niederlage "über 90 Minuten klar dominiert"?

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Leipzig - Grundsätzlich war das Gefühl vor den beiden Topspielen gegen den Chemnitzer FC (0:2) und Erzgebirge Aue (1:2) positiv bei Lok Leipzig. Davon ist, Stand Montag, nach den zwei Pleiten aber nichts mehr übrig. Der Wind hat sich gedreht bei Blau-Gelb.

Über weite Strecken des Spiels war es eine zerfahrene Partie zwischen Lok Leipzig und Erzgebirge Aue, die durch viele Fehler geprägt war.
Über weite Strecken des Spiels war es eine zerfahrene Partie zwischen Lok Leipzig und Erzgebirge Aue, die durch viele Fehler geprägt war.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Insgesamt ist das aktuell zu wenig, um die Spiele zu gewinnen und dem Anspruch gerecht zu werden, vorne dabei zu sein. Wir sind gerade bei vielen Spielern auf einer Ebene, wo die Form eben nicht da ist, um diese Dinge besser zu machen. Das müssen wir schleunigst ändern", so Coach Torsten Ziegner (48) nach dem Abpfiff.

Für die Gegentore konnte er sogar zwei seiner Akteure direkt verantwortlich machen. Beim ersten Treffer der Auer läuft laut Ziegner Dorian Cevis (25) einfach nicht mit. Beim Lucky Punch der Erzgebirger kurz vor dem Ende war es ein Querpass von Simon Schierack (21), der Lok ins Tal der Tränen brachte.

Der Trainer: "Aber ich möchte gar nicht den genannten Jungs jetzt Vorwürfe machen, weil ich weiß, dass es keiner mit Absicht macht. Aber es passiert einfach zu häufig, um mehr Punkte zu holen."

K.o. in der Nachspielzeit: Erzgebirge Aue gewinnt Fehler-Festival gegen Lok Leipzig
1. FC Lokomotive Leipzig K.o. in der Nachspielzeit: Erzgebirge Aue gewinnt Fehler-Festival gegen Lok Leipzig

Kontra gab es dann aber auch von Spielerseite. Dass Ayodele Adetula (28), der unter Jochen Seitz (49) absolut nicht wegzudenken war, schon zur Pause rausmusste, konnte er selbst nicht verstehen. "Der Trainer hat einfach ’ne andere Idee gehabt. Dann muss man das akzeptieren und weitermachen." Eine Idee, die offenbar nicht aufging.

Dass Ziegner aber dann doch davon spricht, die Partie "über 90 Minuten klar dominiert" zu haben, will nicht so recht ins Bild passen. Zumal sich beim Fehler-Festival am Sonntag beide Teams durch schlimme Fehlpässe, kaum Ideen im letzten Drittel und generell einfache Ballverluste auszeichneten.

Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner (48) hat über 90 Minuten eine klare Dominanz gegenüber Aue von seinem Team gesehen.
Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner (48) hat über 90 Minuten eine klare Dominanz gegenüber Aue von seinem Team gesehen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Lok Leipzig will sich im Sachsenpokal Luft machen

Für Blau-Gelb geht es jetzt auf jeden Fall darum, neue Kräfte zu sammeln und wieder Spiele zu gewinnen. Vielleicht tut da die "Pause" im Sachsenpokal ganz gut. Am Sonntag sind die Leipziger beim VfB Auerbach zu Gast, bevor es in der Regionalliga dann beim Greifswalder FC weitergeht.

"Aber wir müssen erst einmal das Spiel gegen Aue analysieren. Und dann schauen wir erst, was nächste Woche ist", so Stürmer Ricky Bornschein (26).

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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