Lok Leipzigs wichtiger Rückkehrer über brutale Leidenszeit: "Ich hatte sechs, sieben Wochen schlaflose Nächte!"
Leipzig - Es war ein extrem "emotionaler" Moment, wie Jonas Arcalean (29) selbst sagt, als er am Sonntag beim Greifswalder FC (3:3) nach seiner langen Verletzungspause zum ersten Mal wieder eingewechselt wurde und die ersten Minuten für Lok Leipzig in der neuen Regionalliga-Saison spielen durfte. Viele weitere sollen nun folgen.
Der Rechtsaußen, der unter dem alten Coach Jochen Seitz (49) eine tragende Rolle spielte und nach seiner Schulterverletzung, die er sich beim Spiel gegen Halle im April zugezogen hatte, schmerzlich fehlte, berichtet im neuen "LokCast" über seine brutale Leidenszeit, die wirklich Körner gekostet hat.
"Nach der ersten OP hatte ich wochenlang Schmerzen und der Schmerzpegel ging auch nur ganz langsam runter. Ich hatte sechs, sieben Wochen wirklich schlaflose Nächte", berichtet der Torjäger.
Nach und nach kämpfte sich der 29-Jährige schließlich zurück. Als Comeback angepeilt, wurde immer der September, wie er nach dem Testspiel in Zwenkau TAG24 schon verriet.
Am Sonntag hat es nun geklappt. Im Idealfall spielt er auch am Mittwochabend bei der Heimpartie gegen den BFC Dynamo.
"Ich habe schon noch ein Stück vor mir, bis die Schulter wieder auf dem gleichen Stand ist, wie vorher. Die letzten Prozente, die ich brauche, kann ich mir nur über Spiele holen. Ich bin über jede Minute dankbar, die ich bekomme", so Arcalean.
Lok Leipzigs Trainer Torsten Ziegner: Einsatz kam eigentlich zu früh
Sein Trainer Torsten Ziegner (48) mahnte aber am Montag auf TAG24-Nachfrage noch davor, nicht ganz so schnell zu machen. Nach der langen Verletzungspause sei Arcalean noch etwas weiter weg von den 90 Minuten: "Wenn man ganz ehrlich ist, ist es eigentlich noch einen Tick zu früh gewesen, ihn reinzuwerfen. Er trainiert zwar wieder voll mit der Mannschaft, ist von den Ärzten auch hundertprozentig gesund geschrieben. Aber so richtig rund ist es noch nicht."
Lok hofft nun, dass der 29-Jährige schnell wieder zu alter Stärke findet. Aufgrund der momentanen Tabellensituation wäre das wichtiger denn je.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag
