Zweimal geführt, aber Lok Leipzig kann sich Aufstieg (wohl) schon abschminken

Greifswald - Wildes Match an der Ostsee! Der 1. FC Lokomotive Leipzig hat in einer Achterbahnfahrt 3:3 (3:2) beim Greifswalder FC gespielt. Zu wenig für den Meister, der dem Aufstiegs-Geschehen weiter hinterher läuft.

Dorian Cevis (#22) war mit einem Tor und zwei Vorlagen bester Leipziger.  © IMAGO/Andy Bünning

Im strömenden Regen musste Lok-Trainer Torsten Ziegner ganz schön umbauen. Neben Julian Kügel und Farid Abderrahmane stand ihm auch Ayodele Adetula nicht zur Verfügung, außerdem saß Stamm-Innenverteidiger Filip Kusic nur auf der Bank.

Die Gäste erwischten die bessere Anfangsphase, gingen durch den starken Dorian Cevis in der 11. Minute in Führung. Der Deutsch-Kroate legte sich die Kugel per Heber selbst vor und traf ins kurze Ecke zum 1:0.

Nur drei Minuten später jubelten die heimischen Fans: Robert Leipertz, 250-facher Zweitliga-Spieler, erzielte das 1:1 (14.). Es kam aber noch herber für den Meister: Der Ex-Chemiker Kay Seidemann wurde diagonal von Leipertz geschickt und entwischte dem langsameren Pepe Böhm, traf flach ins lange Eck - 2:1 für den GFC (22.).

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Gegen Ende der ersten Halbzeit wendete sich das Blatt aber ein zweites Mal. Cevis bediente diesmal Alexander Siebeck, der in der 38. Minute das 2:2 machte. Und noch vor der Halbzeit netzte auch Djamal Ziane ein - wieder sammelte Cevis einen Assist - 3:2 für Lok (41.).

Nach der Hälfte der Partie sah es gut aus für die Blau-Gelben, die in vier Anläufen noch nie in Greifswald gewinnen konnten.

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Greifswalder FC trifft gegen Lok Leipzig 30 Sekunden nach Wiederbeginn

Auch Djamal Ziane (l.) traf für Lok, gewinnen konnten die Leipziger dennoch nicht.  © IMAGO/Andy Bünning

Nachdem Loks Sportdirektor Toni Wachsmuth am "Ostsport.TV"-Mikrofon wegen der zu jugendlichen Abwehrleistung gemeckert hatte, führte direkt nach dem Seitenwechsel eine genau solche naive Situation zum 3:3. Es ging schnell über den rechten Flügel, die Hereingabe vors Gehäuse vollendete Grace Bokake Bolufe (46.).

Ohne ihre beiden erfolgreichsten Torjäger, Adetula bei Lok und Colin Kroll-Thiel beim GFC, fielen dennoch viele Tore.

Ein Remis wäre für die Leipziger zu wenig gewesen, der Rückstand auf Spitzenreiter Erfurt und die punktgleichen Chemnitzer hätte schon neun Punkte betragen.

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Lucas Wilton hatte die abermalige Führung auf dem Kopf, zielte nach einer Ecke aber knapp daneben (76.).

Auch die Einwechslungen des wieder genesenen Jonas Arcalean und Stürmer Ricky Bornschein brachten nichts mehr ein. 3:3 am Ende, durch das Lok dem Spitzen-Duo schon neun Punkte hinterher hängt.

In einem wilden Spiel konnte Lok keine drei Punkte entführen.  © IMAGO/Andy Bünning

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 8 28:5 20
2 Chemnitzer FC 8 18:3 20
3 FC Erzgebirge Aue 8 15:11 17
4 FC Carl Zeiss Jena 8 13:5 16
5 BFC Dynamo 8 13:9 14
6 FSV Zwickau 8 10:11 14
7 Greifswalder FC 8 18:13 13
8 Hallescher FC 8 10:6 13
9 1. FC Magdeburg II 8 18:16 13
10 VSG Altglienicke 8 14:12 12
11 1. FC Lokomotive Leipzig 8 16:16 11
12 SV Babelsberg 03 8 10:13 6
13 BFC Preussen 8 9:13 6
14 RSV Eintracht 1949 8 11:20 6
15 Hertha BSC II 8 5:18 5
16 Tasmania Berlin 8 9:25 4
17 BSG Chemie Leipzig 8 4:11 3
18 FSV 63 Luckenwalde 8 6:20 3

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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