1:3! Füllkrug und Werder Bremen machen RB Leipzig komplett nass

Bremen - Gebrauchter Tag für RB Leipzig! Die Sachsen ließen sich von einem gut organisierten Werder Bremen früh abkochen und gingen nach Wiederbeginn unter anderem durch einen Treffer von Bundesliga-Rückkehrer Niclas Füllkrug im Weserstadion mit 1:3 (0:1) richtig baden. Offensiv war das viel zu wenig, um am Ende des Tages zu punkten. Ein unerwarteter Tiefschlag nach dem guten Start gegen Borussia Mönchengladbach (3:0).

Nach einem leichten RB-Fehler schaltete Bremen ganz schnell um und ging nach vier Minuten bereits in Führung.  © Carmen Jaspersen/dpa

Von der ersten Minute an waren die Hausherren, die nach dem 1:4 am ersten Spieltag beim SC Freiburg einiges wiedergutmachen wollten, hellwach.

Die Gäste ließen sich davon früh überrumpeln und lagen bereits nach vier Zeigerumdrehungen in Rückstand. Nach einem einfachen Ballverlust von Johan Bakayoko wurde Eren Dinkci perfekt geschickt und machte flach rechts das Tor.

RB übernahm dann die Spielkontrolle, musste sich von diesem Schock aber erst einmal erholen.

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Die Gastgeber stellten sich tief in die eigene Hälfte und machten es den Roten Bullen unglaublich schwer, durchzubrechen.

Erst ein Fehler hätte für den möglichen Ausgleich sorgen können. Arthur mit einem viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Karl Hein, der den herangeeilten Christopher Nkunku umsenste. Da der Schlussmann aber zuvor noch ganz leicht am Ball war, wurde der zunächst gepfiffene Elfmeter schließlich berechtigt zurückgenommen.

Die Rasenballer hatten dann bis zur Pause trotz 70 Prozent Ballbesitz eigentlich nur eine echte Chance. Nach einem klasse Kombinationsspiel über rechts kam die Flanke in die Mitte auf Nkunku, der irgendwie mit dem Bauch den Ball über die Linie drücken wollte. Hein stand aber richtig und parierte.

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In der 24. Minute hätte RB die vermeintliche Chance zum Ausgleich gehabt. Doch ein zunächst gegebener Elfer wurde nach Videobeweis zurückgenommen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag
Auch Ridle Baku war regelmäßig vorne mit dabei. In der Nachspielzeit sorgte er mit dem 1:3 immerhin für den Ehrentreffer.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Niclas Füllkrug mit dem 2:0 direkt in RB Leipzigs Herz, Marco Grüll macht den Deckel drauf

Konnte sich feiern lassen: Bundesliga-Rückkehrer Niclas Füllkrug machte das 2:0 für Werder Bremen und stellte damit die Weichen auf Sieg.  © Carmen Jaspersen/dpa

Durchgang zwei begann ähnlich stark von Werder und wurde fast mit dem 2:0 belohnt. Aber eine Monsterparade von Maarten Vandevoordt verhinderte das. Der Schlussmann der Sachsen stand viel zu weit draußen, Youri Regeer sah das und schloss aus 35 Metern ab. Der Belgier konnte den Heber gerade noch gegen die Latte lenken (48.).

Die Sachsen kamen insgesamt schlecht in die zweiten 45 Minuten, waren erst nach einer Viertelstunde wieder präsent. Wirklich nennenswerte Szenen gab es aber nicht. Alle Offensiv-Ideen, die die Rasenballer hatten, verpufften im Sand.

Stattdessen trafen die Gastgeber aus dem Nichts: Nach einem Eckball wurde Füllkrug im Strafraum völlig allein gelassen und köpfte aus zwölf Metern das Ding rechts oben ins Eck (68.).

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Schon der Knockout für Leipzig? Antonio Nusa schlenzte das Leder kurz darauf immerhin mal gegen die Latte (72.). Viel mehr kam als Gegenwehr aber nicht. Stattdessen machte Bremen sogar noch eins. RB bekam die Kugel nicht weg. Marco Grüll nutzte das und traf flach links unten aus 15 Metern zur 3:0-Entscheidung (80.).

In der Nachspielzeit machte Ridle Baku per Kopf dann zumindest noch den Ehrentreffer für schwache Rasenballer (90.+5).

Das war zu wenig von RB Leipzig, um Punkte aus Bremen entführen zu können.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Statistik zum Spiel Werder Bremen gegen RB Leipzig

2. Spieltag

Werder Bremen - RB Leipzig 3:1 (1:0)

Werder Bremen: Hein - Arthur (67. Schmetgens), Pieper, Friedl, Deman - L. Reis, Regeer (83. Stalmach) - Dinkci (67. Erevbenagie), Chuki (83. Musah), Grüll - Füllkrug (74. Itten)

RB Leipzig: Vandevoordt - Baku, W. Orban, Esteve, Raum - Seiwald, El Aynaoui (75. Guiu), Banzuzi - Bakayoko (63. Gomis), Nkunku (84. A. Maksimovic), Nusa (84. Konate)

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Zuschauer: 39.700

Tore: 1:0 Dinkci (4.), 2:0 Füllkrug (68.), 3:0 Grüll (80.), 3:1 Baku (90.+5)

Gelbe Karten: Chuki (1) / -

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Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 SC Freiburg 2 5:1 6
2 Borussia Dortmund 2 5:2 6
3 SV 07 Elversberg 2 7:5 6
4 FC Bayern München 2 5:1 4
5 Bayer 04 Leverkusen 2 6:3 3
6 FC Augsburg 1 3:0 3
7 RB Leipzig 2 4:3 3
8 VfB Stuttgart 2 5:6 3
9 SV Werder Bremen 2 4:5 3
10 1. FC Köln 2 4:6 3
11 Eintracht Frankfurt 1 3:3 1
12 1. FSV Mainz 05 1 0:0 1
13 SC Paderborn 07 2 0:1 1
14 FC Schalke 04 2 0:3 1
15 1. FC Union Berlin 2 3:7 1
16 TSG 1899 Hoffenheim 2 4:6 0
17 Hamburger SV 1 0:2 0
18 Borussia Mönchengladbach 2 3:7 0

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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