Rose-Klartext zu seiner Zeit bei RB Leipzig: Warum er mehr Geduld mit Demichelis fordert

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Von Tom Bachmann

Leipzig/Bournemouth (Großbritannien) - Klartext von Marco Rose (50): RB Leipzigs Ex-Coach kritisierte in einem Interview die mangelnde Rückendeckung zum Ende seiner Amtszeit beim Bundesligisten, warb gleichzeitig um mehr Geduld für Martin Demichelis (45).

Marco Rose (50) war nicht immer fein damit, wie RB mit ihm umging, bevor man ihn rausschmiss.
Marco Rose (50) war nicht immer fein damit, wie RB mit ihm umging, bevor man ihn rausschmiss.  © PICTURE POINT / R. Petzsche

"Die letzten Monate in Leipzig haben mit mir schon auch was gemacht", sagte Rose bei RTL/Sky Sport. Er habe ein Stück weit seine Leichtigkeit verloren. "Und natürlich brauchst du dann auch die volle Rückendeckung und Unterstützung in deiner Rolle des Vereins. Auch dort werden heutzutage viel zu früh Dinge infrage gestellt, obwohl man oft in einem Prozess ist, obwohl man hier und da verletzte Spieler hat, vielleicht auch hier und da mal das Quäntchen fehlt."

Rose trainierte den größten Club seiner Heimatstadt von September 2022 bis März 2025. Zum Ende seiner Amtszeit galt das Verhältnis zu Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff (51) als belastet, der in einem Interview bemängelt hatte, Leipzig habe in der Vergangenheit die Schwächen von Rekordmeister Bayern München nicht ausgenutzt.

Seit Juli ist Rose Trainer beim englischen Erstligisten AFC Bournemouth. "Das Jahr Pause hat mir dann schon gutgetan, ein paar Dinge auch zu rekapitulieren", sagte der 50-Jährige.

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Dort sei er in den ersten Tagen "relativ müde am Abend" gewesen, da viel auf ihn eingeprasselt sei. Erst am Sonntag hatte er mit dem 3:0 bei Manchester United den zweiten Sieg mit seiner neuen Mannschaft in der Premier League gefeiert.

Daumen bei Demichelis laut Rose schon gesenkt

Leipzigs aktueller Trainer Martin Demichelis (45) muss derzeit einiges an Kritik einstecken.
Leipzigs aktueller Trainer Martin Demichelis (45) muss derzeit einiges an Kritik einstecken.  © Picture Point / Roger Petzsche

Mit Blick auf seinen Ex-Club Leipzig beklagte er zudem den Umgang mit dem erst seit Sommer amtierenden Trainer Demichelis. Er habe das Gefühl, "dass der Daumen gesenkt ist. Und das ist natürlich kein angenehmes Gefühl, und wenn sich das dann auch bestätigt, dann ist das nicht schön für die handelnden Personen."

Rose wünscht sich dort mehr Verantwortungsgefühl. Er wisse aber auch, dass man als Trainer einen privilegierten Job habe und Druck aushalten müsse.

In Leipzig war der beliebte und erfolgreiche Trainer Ole Werner (38) im Sommer überraschend freigestellt worden. Bei vielen Fans hatte Demichelis dadurch nicht den Kredit, den ein neuer Trainer normalerweise hat.

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Dazu kommen vor allem auswärts schwache Leistungen und Ergebnisse. In der Bundesliga und in der Champions League gelang auswärts noch kein Punktgewinn, nur im Pokal siegte RB bei Viertligist Trier und bei Drittligist Essen (2:1).

Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / R. Petzsche

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