Starkes RB Leipzig wird nicht belohnt: Grätschen-Eigentor und Haaland lassen City jubeln

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Leipzig - RB Leipzig hat sich am Mittwochabend beim Champions-League-Spiel gegen Manchester City teuer verkauft und am Ende nur knapp mit 2:3 (0:1) verloren. Trotz Rückständen kamen die Hausherren immer wieder mutig zurück. Die individuelle Klasse der Engländer entschied dann aber das Match.

RB Leipzig lieferte eine wirklich gute erste Halbzeit ab. Nur die Abschlüsse, wie hier durch Antonio Nusa kamen zu selten.
RB Leipzig lieferte eine wirklich gute erste Halbzeit ab. Nur die Abschlüsse, wie hier durch Antonio Nusa kamen zu selten.  © Picture Point / Roger Petzsche

Die Rasenballer kamen gut in die Partie, hielten den großen Gegner zunächst weit vom Tor weg. Nur Rayan Cherki kam nach acht Minuten mal durch, sein Flachschuss ging aber knapp links vorbei.

City hatte enorm viel Ballbesitz und wartete auf den einen Moment, wo RB einen Fehler macht. Die Sachsen versuchten es mit einfachem Fußball, kamen nach knapp einer Viertelstunde mit Antonio Nusa mal zum Abschluss - Gianluigi Donnarumma klärte aber zur Ecke (15.).

Die Hausherren dribbelten sich danach in eine kleine Drangphase, in der sie die Engländer in der eigenen Hälfte einschnürten. Im letzten Drittel wurde es aber zu kompliziert. Statt abzuschließen, verfing sich der Bundesligist zuvor in zu vielen Gedankenspielen und verlor dadurch die Kugel.

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Trotzdem: Die Roten Bullen machten ein wirklich gutes Spiel und waren insgesamt das gefährlichere Team. Christoph Baumgartner versuchte es nach 29 Minuten mal wieder mit einem Schuss - knapp rechts vorbei.

In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden aber die Gäste wieder stärker und gingen sofort glücklich in Führung. Eine eigentlich ungefährliche Hereingabe von links durch Nico O'Reilly wollte Castello Lukeba unbedrängt aus der Gefahrenzone grätschen. Der Abwehrmann beförderte das Leder stattdessen aber ins eigene Netz - 0:1 und das erste Gegentor im eigenen Stadion in dieser Saison (37.) Halbzeit!

Ganz bitter: Kurz vor der Halbzeit grätschte Castello Lukeba völlig unbedrängt die Kugel ins eigene Tor.
Ganz bitter: Kurz vor der Halbzeit grätschte Castello Lukeba völlig unbedrängt die Kugel ins eigene Tor.  © Robert Michael/dpa
Nach seinem Eigentor war Lukeba natürlich extrem enttäuscht.
Nach seinem Eigentor war Lukeba natürlich extrem enttäuscht.  © Robert Michael/dpa

RB Leipzig kommt stark aus der Kabine und belohnt sich gegen Manchester City

Der Bundesligist war dem vermeintlichen Favoriten aus England mindestens ebenbürtig.
Der Bundesligist war dem vermeintlichen Favoriten aus England mindestens ebenbürtig.  © Robert Michael/dpa

Die Sachsen kamen mit extrem viel Power aus der Kabine und stemmten sich sofort gegen die drohende Niederlage. Baumgartner zirkelte die Kugel beinahe ins rechte obere Eck, doch Donnarumma hatte mit einer Glanztat etwas dagegen (47.).

Nur zwei Minuten später klingelte es aber im City-Kasten! Brajan Gruda steckte rechts stark auf Ridle Baku durch, der gesehen hatte, dass Donnarumma zu weit draußen stand und dadurch eiskalt ins kurze Eck einnetzen konnte.

Die Gastgeber spielten weiter völlig losgelöst und drängten auf die Führung. Das eröffnete allerdings auch den Gästen Räume. Erling Haaland scheiterte frei vor dem Kasten an Maarten Vandevoordt (54.).

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Kurz darauf stand die RB-Abwehr aber nicht sattelfest und schon stand es 1:2. Bei einer einfachen Flanke an den langen Pfosten konnte Enzo Fernandez quasi unbedrängt einköpfen (58.). Das war viel zu einfach.

Aber der Bundesligist gab nicht auf und glich nur wenig später wieder aus. Antonio Nusa wurde links in Szene gesetzt. Der Norweger fackelte nicht lang und schob flach rechts unten ein, 2:2 (61.).

RB Leipzig kam extrem stark aus der Kabine und belohnte sich mit Toren.
RB Leipzig kam extrem stark aus der Kabine und belohnte sich mit Toren.  © Robert Michael/dpa
Lange Zeit komplett abgemeldet, machte Erling Haaland doch noch sein Tor.
Lange Zeit komplett abgemeldet, machte Erling Haaland doch noch sein Tor.  © Robert Michael/dpa

Erling Haaland setzt Schlusspunkt auf eine packende Partie

Schließlich war die Schlussphase angebrochen. Der Premier-League-Club zog wieder an und drängte auf die dritte Führung des Abends. RB-Coach Martin Demichelis, brachte unter anderem Christopher Nkunku und Tidiam Gomis für die Offensive.

Die 45.228 Zuschauer sahen spannende letzte Minuten, wo alles hätte passieren können. Doch in erster Linie zeigten die Gäste ihre Klasse. Erling Haaland, der fast das ganze Spiel über abgemeldet war, grätschte nach starker Hereingabe zum 3:2 für Manchester ein (78.).

Mehrmals ging der Ball dann noch ans Aluminium, Tore fielen aber nicht mehr.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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