Abstiegskampf geht für Dynamo in die heiße Phase: Was jetzt für Dresden spricht
Dresden - Die Crunchtime ist angebrochen. Und die wird megaspannend. Bochum als Tabellenzehnter hat sich mit 36 Zählern etwas entfernt, ist aber noch nicht durch. Fürth hat als Vorletzter gerade sechs weniger. Die halbe Liga steckt mittendrin im Abstiegskampf. Dynamo (28) hat alles selbst in der Hand, muss noch gegen vier Mitkontrahenten ran - gegen Bochum, in Düsseldorf, in Braunschweig und gegen Kiel.
19 Punkte hat Dresden in den bisherigen zwölf Spielen der Rückrunde geholt und damit schon sechs mehr als in der kompletten Hinrunde. Aber das reicht noch nicht, mindestens sechs oder sieben müssen noch her.
Der Vorteil für die SGD: Nach dem 2:0 in Nürnberg ist die Truppe wieder in der Spur. Die Stamm-Elf hat von allen hinter ihr stehenden Teams die beste Tordifferenz, hat 47 geschossen und 47 bekommen. Das kommt einem Zusatzpunkt gleich. Und: Außer Kaiserslautern steckt eben jeder Gegner mit drin. Was auch nicht vergessen werden darf.
Die Schwarz-Gelben haben durch die Aufholjagd bewiesen, das die Form stimmt und auch die Nervenstärke da ist. Für Dresden war bisher jede Partie ein Endspiel. Die Ruhe zeichnet das Team aus - im Gegensatz zu Düsseldorf, Fürth oder Kiel, die mit ganz anderen Voraussetzungen in die Saison gestartet sind.
Gab es jemals so ein spannendes und enges Rennen um den Klassenerhalt? "Nee, tatsächlich nicht", antwortet Lukas Boeder (28), der in Nürnberg als Kapitän auflief und überzeugte.
Dynamos Boeder heiß auf die entscheidenden Wochen
"Ich war auf jeden Fall noch nie in so einem Abstiegskampf drin." Was ihm dabei überzeugt, ist eben die Ruhe und Gelassenheit im Team. Von Nervosität keine Spur.
"Du merkst, sagen wir mal, wenig bei uns in der Truppe, weil wir uns auf uns konzentrieren. Wirklich, das muss man sagen", erklärt Boeder und ergänzt: "Wir arbeiten an uns, haben nach jedem Spiel gute Analysen. Wir sagen: Hey, wir machen das gut, wir müssen uns vor keinen Gegnern verstecken. Wir sind die ganze Zeit relativ klar einfach bei uns, sind einfach zuversichtlich und guter Dinge, dass wir einfach jedes Spiel gewinnen können."
Scheint alles nicht nur so dahergesprochen, sondern genauso zu sein. Sonst hätte die Mannschaft nicht trotz der vielen Ausfälle in Nürnberg so geliefert. Daher freut sich die Truppe auf die Crunchtime: "Wir haben Bock auf die letzten Spiele", grinst Boeder.
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Titelfoto: Lutz Hentschel
