Dynamo-Gegner im DFB-Pokal: Muss der Spielort gewechselt werden?
Dresden - Ob über die A14 und die A2 oder die A4 und dann die A44 - die Dynamo-Fans werden sicher schon geschaut haben, wie sie Ende August im DFB-Pokal in den Westfalia-Sportpark nach Rhynern kommen. Doch es könnte passieren, dass sie umplanen müssen. Das teilt zumindest der Verein mit.
Der Aufstieg in die Regionalliga West war für Westfalia Rhynern gleichbedeutend mit dem Einzug in die 1. Runde des DFB-Pokals. Für den 19.000-Einwohner-Stadtteil von Hamm der größte sportliche Erfolg. Und nun wartet Dresden. Neu-Trainer Marco Stiepermann (35) freut sich darauf.
"Ich habe in meiner Zeit bei Cottbus (2012–2014, Anm. d. Red.) des Öfteren gegen Dresden gespielt. Das waren immer Derbys. Dresden hat mit die besten Fans in Deutschland, das ist sensationell. Darauf können wir uns freuen", sagt er gegenüber dem "Westfälischen Anzeiger".
Und er erklärte weiter: "Ich weiß aber auch, dass es eine andere Seite von denen gibt, darauf müssen wir gut vorbereitet und gewappnet sein. Die Jungs können sich auf eine Riesen-Stimmung freuen, das wird einmalig sein."
Aber womöglich nicht im eigenen Sportpark. Der ist für 2500 Zuschauer zugelassen, mit Zusatztribünen und einer Ausnahmegenehmigung kann die Kapazität unter Umständen verdoppelt oder verdreifacht werden, um die zahlreichen Anhänger der Sachsen unterzubringen.
Dynamo-Pokalspiel gegen Westfalia Rhynern: Austragungsort noch unklar
Fraglich ist allerdings, ob die Sicherheit gewährleistet werden kann. "Wo wir spielen, werden wir in den nächsten Tagen prüfen. Da wartet ein bisschen Arbeit auf uns. Man tritt da in ganz andere Dimensionen ein", sagte David Schmidt, der Sportliche Leiter.
Diese Woche gibt es einen Workshop in Frankfurt, bei dem den Amateurvereinen die Richtlinien und Vorgaben für die Austragung eines Heimspiels im DFB-Pokal erklärt werden.
Anschließend wollen sich die Rhyneraner Verantwortlichen mit der Polizei und dem Ordnungsamt zusammensetzen und über den Ort der Austragung der Partie gegen Dresden entscheiden.
Größere Stadien in der Nähe gibt es einige - Kassel, Bochum oder auch Paderborn.
Titelfoto: IMAGO/Focus Images

