Deshalb war Dynamos bester Spieler Bobzien beim Pokal-Kantersieg "kurz auf 180"

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Münster - Eine Hand hatte Ben Bobzien (23) noch frei, da konnte er sich aus dem Presseraum noch schnell ein kleines erfrischendes Getränk schnappen. In der anderen hielt Dynamo Dresdens Außenbahnspieler aber seine Trophäe ganz fest.

Ben Bobzien (23, r.) hatte auf Vincent Vermeij (32) geflankt, der zum 3:0 traf. Später reihte sich Bobzien selbst in die Torschützenliste ein.
Ben Bobzien (23, r.) hatte auf Vincent Vermeij (32) geflankt, der zum 3:0 traf. Später reihte sich Bobzien selbst in die Torschützenliste ein.  © IMAGO/Noah Wedel

Bobzien wurde vom DFB nach dem 6:0-Pokalerfolg gegen Westfalia Rhynern als bester Spieler des Spiels ausgezeichnet, mit einem Treffer und zwei Torvorlagen sicherlich nicht verwunderlich. Aber er lieferte über die gesamten 90 Minuten ab.

Unermüdlich dribbelte sich der 23-Jährige über die linke Seite, war mit 19 gewonnenen Duellen sogar bester Zweikämpfer auf dem Platz. Nach einem wurde er aber noch einmal fuchsteufelswild - als der gerade eingewechselte Patrick Franke (87.) ihn ohne Chance auf den Ball per Grätsche an der Ferse traf.

"Ja, da war ich kurz auf 180. Das fand ich ein bisschen unnötig, aber am Ende ist das Fußball, das passiert. Nach dem Spiel ist eigentlich alles gut. Ich mache ihm keinen wirklichen Vorwurf, aber im Spiel ist das natürlich was anderes."

Neuer DFB-Pokal-Rekord! Übermächtiges Dynamo zieht mit Schützenfest in 2. Runde ein
Dynamo Dresden Neuer DFB-Pokal-Rekord! Übermächtiges Dynamo zieht mit Schützenfest in 2. Runde ein

Bobzien konnte mit seinem Pokal in der Hand schnell verzeihen, als einziger Dynamo erzielte er drei Scorerpunkte. "Wir hatten auf jeden Fall einen Plan, wie wir sie knacken wollen. Wir haben den Gegner sehr, sehr ernst genommen und haben sehr gut losgelegt, uns direkt viele Chancen erarbeitet. Ich war auch an vielen Aktionen beteiligt, da freue ich mich drüber", befand der Angreifer.

Ben Bobzien nimmt Vertrauen aus Pokal-Schützenfest mit

Agil, trickreich, Man of the Match: Ben Bobzien (M.) war in Münster nicht zu stoppen.
Agil, trickreich, Man of the Match: Ben Bobzien (M.) war in Münster nicht zu stoppen.  © imago/Fotostand

Er selbst traf in der 34. Minute in seiner typischen Manier ins lange Eck zum 4:0, zuvor hatte er nach einem seiner unwiderstehlichen Dribblings schon auf Vincent Vermeij (30./3:0) aufgelegt. Auch den Schlusspunkt von Robert Wagner (54./6:0) flankte er eigentlich auf den Niederländer, der ließ aber gekonnt durch.

Was nimmt Bobzien aus so einem Spiel mit? "Vertrauen. Vor allem mit dem Ball Vertrauen, aber auch gegen den Ball. Wir haben ein gutes Gegenpressing gehabt - und dass wir auf jeden Fall unsere Tore machen."

Weniger wichtig ist ihm, was dann in Runde zwei auf Schwarz-Gelb wartet: "Jeder Gegner ist im DFB-Pokal ein Endspiel. Darauf freue ich mich, dass jedes Spiel ein Endspiel ist. Dann ist der Gegner nicht so wichtig."

Titelfoto: imago/Fotostand

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: