DFB-Pokal für Dynamo bisher keine Erfolgsgeschichte: Klingelt dieses Jahr die Kasse?
Dresden - Eine Erfolgsgeschichte war der DFB-Pokal für Dynamo Dresden in den vergangenen Jahrzehnten nicht. Klar, es gab glorreiche Siege gegen RB Leipzig einst oder gegen Schalke. Aber richtig weit gekommen sind die Schwarz-Gelben nie. Dabei ist das ein Wettbewerb, in dem man sich finanziell sanieren kann.
Der DFB zahlt jedem Erstrunden-Teilnehmer eine Prämie in Höhe von 211.886 Euro. Dann wird jeweils verdoppelt. Für die zweite Runde gibt es 423.772 Euro. Das Achtelfinale bringt 847.544 Euro, das Viertelfinale 1,695 Millionen.
Die Halbfinalisten dürfen sich auf 3,39 Millionen freuen. Der Finalverlierer erhält 2,88 Millionen, der Gewinner kassiert 4,32 Millionen. Der Pokalsieger verdient also insgesamt knapp elf Millionen Euro an Prämien.
Dynamo darf bei den Liga-Kontrahenten in Kaiserslautern (Finalist 2024) oder Bielefeld (Finalist 2025) gern mal nachfragen. Weit kommen hievt einen Verein auf ein ganz anderes Level.
Doch dafür muss erst einmal die sportliche Leistung stimmen. Gegner Westfalia Rhynern - gespielt wird am Sonntag um 15.30 Uhr in Münster - klingt einfach, ist es aber nicht. Der Regionalliga-Aufsteiger steht nach drei Spieltagen und sieben Punkten ungeschlagen auf Platz zwei.
Dass West-Regionalligisten nicht ohne sind, kennt Dynamo aus der Erfahrung 2018. Da war beim 2:3 nach Verlängerung in Rödinghausen in der 1. Runde Schluss - und danach auch für Trainer Uwe Neuhaus (66).
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DFB-Pokal: Neunmal flog Dynamo Dresden in der ersten Runde raus
Seit der Wende ist Dynamo nunmehr zum 24. Mal im DFB-Pokal vertreten. Der größte Erfolg ist noch immer das Halbfinale in der Saison 1993/94 (Werder Bremen 0:2).
Dreimal (1991/92, 1994/95 und 2014/15) stand die SGD im Achtelfinale. Zehnmal war in der zweiten Runde Schluss, insgesamt neunmal scheiterten die Schwarz-Gelben schon zum Auftakt. So auch im Vorjahr beim 0:1 daheim gegen Bundesligist FSV Mainz 05.
Übrigens: Dynamo ist eins von drei Auswärtsteams, die nicht beim Gegner im Stadion spielen dürfen. Der HEBC Hamburg spielt im Volksparkstadion gegen Borussia Dortmund und St. Tönis in der Uerdinger Grotenburg gegen Eintracht Frankfurt.
Dagegen bleibt Krieschow zu Hause in Brandenburg. Nur knapp 600 Einwohner zählt die kleine Gemeinde, eigens aufgestellte Tribünen sollen im Spiel gegen Mainz 05 aber 4000 Zuschauern Platz bieten.
Titelfoto: Lutz Hentschel

