Die Dynamo-Noten zur Auftaktpleite in Nürnberg: Die Hausherren wollten es deutlich mehr!

Nürnberg - Schon wieder einen Auftakt in Franken vergeigt! Im Vorjahr gab’s für Dynamo Dresden die Niederlage in Fürth, rund ein Jahr später eine noch klarere beim "Club".

Tim Schreiber hielt erst einen Elfmeter, beim Nachschuss war er machtlos.  © Daniel Löb/dpa

Das 0:3 (0:2) gegen Nürnberg war heftig, weil es die Hausherren gefühlt zumindest deutlich mehr wollten – und auch konnten. Die TAG24-Noten:

Tim Schreiber: Hat sich in der Vorbereitung mit starken Leistungen für diesen Startplatz empfohlen, in Franken konnte er nur mit den Händen überzeugen. Die Gegentore waren aus der Kategorie unhaltbar, vorm 0:2 (45.+3) noch stark an die Latte gerettet. Den Zoma-Elfmeter zunächst auch noch gehalten. Aber mit dem Fuß eine Katastrophe. Da kam nicht viel an. Note: 3

 Jonas Sterner (bis 45.): Dynamos Schnellster hatte es zu seinem Leidwesen mit dem noch schnelleren Zoma zu tun. Der kochte ihn mehrfach ab, auch beim 0:1 (9.). Offensiv kam nur eine halbwegs gute Hereingabe (32.). Der Außenverteidiger hatte daraufhin schon zur Halbzeitpause Feierabend, klagte über Wadenprobleme. Note: 5

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Thomas Keller: Bot für den überforderten Sterner auf der rechten Abwehrseite zu wenig Absicherung. Auch sonst der ein oder andere Fehler drin. Ein bisschen Frust war bei der Gelben Karte (73.) dabei. Sah auch beim schnellen Freistoß danach nicht so gut aus. Note: 4

Friedrich Müller: Der Youngster wirkte den Tick souveräner als sein erfahrenerer Nebenmann. Leistete sich keine Fehler im Aufbau und ließ auch sonst nicht so viel zu. Soll aber eine Aktie beim schnellen Freistoß vorm 0:3 haben, weil er nicht schnell genug reinrückte. Note: 3

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Dynamo Dresden: Vincent Vermeij an seinem 32. Geburtstag gefrustet vom Platz

Vincent Vermeij verließ den Platz an seinem 32. Geburtstag gefrustet.  © IMAGO / Passion2Press

Alexander Rossipal: Gefährliche Flankenläufe, brutale Standards? Was ihn vergangene Saison so stark gemacht hat, gab’s in Nürnberg nicht! Über seine Seite ging wenig in Dynamos Spiel. Note: 3

Nicolai Rapp (bis 78.): Organisation vor der Viererkette war eine seiner Aufgaben. Lief eher so semi. Lange hat man sich gefragt, ob der Neuzugang überhaupt mitspielt, bis er dann doch mal zu sehen war. Immerhin ohne groben Schnitzer unterwegs. Note: 4

Robert Wagner: Machte zumindest in Sachen Laufdistanz da weiter, wo er vergangene Saison aufgehört hat. 12,6 Kilometer waren Bestwert aller eingesetzten Spieler. Einfluss hatte das aber nicht. Bei einem Abschluss (69.) noch geblockt. Note: 3

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Niklas Hauptmann: Dynamos Spielmacher wurde im Mann-gegen-Mann gut kaltgestellt, weswegen er offensiv kaum einen Einfluss hatte. Musste viel gegen den Ball arbeiten, die Sprints taten mitunter richtig weh. Aber er hat sie wenigstens gemacht. Note: 3

Jakob Lemmer (bis 60.): Er war eigentlich die einzig offene Frage in Sachen Startaufstellung bei der SGD. Nach neun Sekunden und in Minute zehn hätte er seine Aufstellung schon jeweils unterstreichen können. Und dann? Nichts! Note: 5

Vincent Vermeij (bis 60.): Als Anspielstation immer da, aber eben weit weg vom und mit dem Rücken zum Nürnberger Kasten. Jeweils eine gute Vorbereitung auf Wagner (30.) und Bobzien sowie ein Kopfball (52.), der Richtung Seitenaus ging. Deswegen ging’s auch mit Frust am 32. Geburtstag vom Platz. Note: 4

Dynamo Dresden: Gleich zwei Neuzugänge mit der Note 5

Neuzugang Simon Straudi (l.) verursacht hier den Elfmeter, der am Ende zum 0:3 führte.  © IMAGO / Zink

Ben Bobzien (bis 78.): Als er in Minute 16 auf den Weg geschickt wurde, kamen Erinnerungen an das letzte Spiel im April hoch. Dieses Mal aber wurde er abgelaufen. Der Außenbahnspieler konnte seine Klasse nicht aufs Feld bringen, blieb zu oft hängen. Note: 5

Simon Straudi (ab 46.): Zweitliga-Debüt ausgerechnet gegen den gefährlichen Zoma. Sah oft aber besser als Sterner aus, war auch offensiv mehr im Spiel. Richtig schwach aber das Zweikampfverhalten in der 74. Minute, das zum Elfmeter und 0:3 führte. Note: 5

Kaan Inanoglu (ab 60.): Brachte keinen frischen Wind von der Bank. Einmal tauchte er im Strafraum auf (69.). Da er aber ausrutschte und dadurch den Ball mit der Hand spielte, hätte ein Tor wohl eh nicht gezählt. Note: 5

Christoph Daferner (ab 60.): Sein erster Arbeitsnachweis war kein guter. Brauchte nach Wagner-Balleroberung (67.) zu lange und verdaddelte den Anschluss. Eine Minute später wurde er unglücklich von Hauptmann angeschossen. Note: 5

Luca Herrmann (ab 78.): Nach seiner Einwechslung quasi unsichtbar und ohne Einfluss auf den Ausgang der Partie. Note: 4

Nils Fröling (ab 78.): Einzig nennenswerte Szene war eine Abseitsposition spät in der Partie. Note: 5

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