Duell der Schießbuden: So will Dynamo in Braunschweig die Wende schaffen
Dresden - Braunschweig steht über dem Strich, Dresden darunter. Beide haben jedoch drei Punkte auf der Habenseite stehen, beide haben zehn Gegentore geschluckt. Die Eintracht hat jedoch ebenso viele Buden geschossen, Dynamo nur die Hälfte. Es könnte am Samstag also eine torreiche Partie werden - oder doch nicht?
Braunschweigs zehn Treffer resultieren zum Großteil vom 1. Spieltag, als man den 1. FC Magdeburg in dessen Stadion mit 6:1 vom Platz schoss. Danach kamen nur noch vier dazu - und drei Niederlagen am Stück.
Dresden blieb nur beim 0:3 zum Auftakt in Nürnberg torlos, traf sonst immer - aber deutlich zu selten. Wie man die Statistik auch dreht und wendet: Am Samstag steht am 5. Spieltag bereits viel auf dem Spiel. Der Verlierer wird brauchen, um aus dem Keller zu klettern.
In der frühen Phase der Saison solch ein Spiel richtungsweisend zu nennen, wäre vermessen, unglaublich wichtig ist es dennoch. Wer am Dienstag beim öffentlichen Training dabei war, der hat zwei Sachen gesehen: Gelacht wurde bei Dynamo nicht im Übermaß, dennoch war jeder bei der Einheit sehr konzentriert.
Von Larifari konnte keine Rede sein. Zuvor gab es eine Menge Videomaterial, das ausgewertet werden musste.
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Tim Schreiber mahnt zu Klarheit und Ruhe
"Wir schauen uns immer noch einige Szenen an. Der Tag danach, der war wichtig. Wir haben angesprochen, was anzusprechen war", sagt Keeper Tim Schreiber (24).
Klingt nach einer Klartext-Veranstaltung: "Wir haben Dinge angeschaut, die nicht gut liefen. Das versuchen wir im Training besser zu machen und dann haben wir in Braunschweig eine neue Chance, unser Spiel wieder auf den Platz zu bringen."
Der Fehlstart erinnert stark ans Vorjahr, als es erst in der Rückrunde lief. Die Köpfe sind dennoch oben, wie Schreiber sagt. Auch eine Erfahrung aus 2025/26. "Dass solche Phasen kommen werden, das war Anfang der Saison auch klar. Die hatten wir vorige Spielzeit auch. Da müssen wir jetzt durch, müssen wir klar und ruhig bleiben. Wir treten mit voller Emotion da eben halt auch an, um uns die drei Punkte dann sichern zu können."
Wäre wichtig, nicht nur für den Kopf, sondern auch für die Tabelle.
Titelfoto: Lutz Hentschel, IMAGO/STEINSIEK.CH

