Deshalb entschied sich Dynamo-Neuzugang Wagner für die SGD
Antalya (Türkei) - Die Ähnlichkeit lässt sich nicht leugnen, sonst aber - das macht Robert Wagner (22) auf nette Art klar - hat er nicht viel mit Popstar Ed Sheeran (34) gemeinsam. Dynamos neuer Mittelfeldspieler will in den nächsten Monaten definitiv nicht an seinen musikalischen Leistungen gemessen werden.
"Ich höre den Vergleich bei jeder Station und habe mich daran gewöhnt, deswegen ist es ganz lustig. Seine Musik höre ich jetzt nicht absichtlich, maximal im Radio. Ist okay, aber sonst verbindet uns nichts", erklärt Wagner. Ihm ist deutlich wichtiger: "Ich habe einfach Lust, jetzt wieder Vollgas zu geben und will dem Verein helfen, da unten rauszukommen!"
Einsätze und der SGD helfen: Zwei entscheidende Faktoren, warum sich der 22-Jährige für eine Leihe nach Dresden entschieden hat. Der dritte ist Trainer Thomas Stamm (42), der mit Wagner inzwischen den siebten Spieler nach Elbflorenz gelotst hat, den er bereits in Freiburg unter seinen Fittichen hatte.
"Der Trainer hat eine große Rolle gespielt. In Freiburg hatten wir eine sehr erfolgreiche Zeit, und das gibt einem einfach ein gutes Gefühl", gesteht er.
"Er kann Spieler und eine Mannschaft besser machen, ist sehr detailliert in seiner Arbeit, schaut auf jeden Pass. Aus den Videoanalysen kann man so viel lernen!"
Robert Wagners Wechsel zu Dynamo Dresden war beim Spiel gegen Kiel schon sehr konkret
Dresden ist bereits Wagners zweite Leihstation in dieser Saison. Im ersten Halbjahr spielte der defensive Mittelfeldmann bei Holstein Kiel. Bei 14 Einsätzen stand er fünfmal in der Startelf. "Schaut man sich aber die Minuten [544, Anm. d. Red.] an, war das nicht so viel", hält der gebürtige Schwarzwälder dagegen.
Am letzten Spieltag vor der Winterpause gegen die SGD (2:1 Kiel) waren es aber satte 88 Minuten. "Es war tatsächlich schon sehr konkret zu dem Zeitpunkt, das war auch eine neue Situation für mich. Aber zu dem Zeitpunkt war ich halt noch Kiel-Spieler und kann auch kein Eigentor schießen", scherzt Wagner.
Mit der Situation ist er professionell umgegangen, hat seinen Stiefel runtergespielt. Jetzt will er bei Dynamo seinen "Stempel aufdrücken".
Titelfoto: Lutz Hentschel
