Pure Emotionen! Dynamo haut den HSV klar vor begeisterten Fans aus dem Pokal!

Dresden - Ja, ist denn heut' schon Weihnachten? Das nicht. Aber kurz vor den Feiertagen steht die 2. Runde im DFB-Pokal an - und Dynamo liegt im Lostopf! Drittligist Dresden bezwang in einem atemberaubenden Spiel Zweitligist Hamburger SV völlig verdient mit 4:1 (2:0).

Robin Becker lief einfach durch und traf aus spitzem Winkel mit einem abgefälschten Schuss zum 2:0 für Dynamo.
Robin Becker lief einfach durch und traf aus spitzem Winkel mit einem abgefälschten Schuss zum 2:0 für Dynamo.  © Picture Point / Roger Petzsche

Yannick Stark (3.), Robin Becker (16.), Christoph Daferner (53.)und Sebastian Mai (90.) machten die Rückkehr der Fans, 10.053 kamen, zu einem Festtag!

Trainer Markus Kauczinski schickte die erwartete Aufstellung auf den Rasen, mit einer Ausnahme: Paul Will ersetzte den erkrankten Marco Hartmann. 

Der Dynamo-Zug nahm sofort Fahrt auf und bremste den HSV eiskalt aus. Patrick Weihrauch angelte sich die Kugel von Jeremy Dudziak, schickte "Pana" Vlachodimos auf links, dessen scharfe Hereingabe in den Rücken der Hamburger Abwehr donnerte Yannick Stark direkt ins Netz - wumms 1:0 (3.).

Jetzt begann ICE-Fußball. Bis zur 11. Minute hatte der Gast drei, Dynamo zwei tolle Chancen, Christoph Daferner (11.) traf zum Beispiel mit einem frechen Schuss den Pfosten. Was für ein Spiel! 

Und das wurde noch besser: Daferner angelte sich die Kugel am HSV-Strafraum äußerst robust, spielte auf Robin Becker und der nagelte das Spielgerät aus spitzem Winkel humorlos in den entlegenen Knick - 2:0 (16.). Da schauten die Hanseaten um Toni Leistner erstmal fürchterlich dumm aus ihren Rothosen! 

Vier Tore gegen den Zweitligisten!

Dank großem Kampf, großer Effektivität und Mentalität warf Dynamo den HSV verdientermaßen aus dem DFB-Pokal!
Dank großem Kampf, großer Effektivität und Mentalität warf Dynamo den HSV verdientermaßen aus dem DFB-Pokal!  © Picture Point / Roger Petzsche

Das, was Dynamo hier machte, war aggressiver Spaßfußball. Das war lange nicht zu sehen. Jeder gewonnene Zweikampf wurde zudem frenetisch gefeiert.

Die Hamburger Wir-müssen-uns-erstmal-sammeln-Phase dauerte 20 Minuten. Dann schaffte es Lukas Hinterseer (36./37.) zweimal, die Kugel aus jeweils sieben Metern über den Dresdner Balken zu wuchten - Doppeldusel für die SGD! Dann war Pause, durchatmen.

Der HSV wurde zum Ende der Hälfte immer stärker und hatte noch einen Simon Terodde auf der Bank. Durch war hier noch lange nichts. Oder doch? Dynamo blieb konzentriert, aggressiv, spielte das einfach klasse und war eiskalt. Vlachodimos lief auf links Außen durch, passte zu Daferner, der schwenkte ein, zog Richtung Mitte und aus 18 Metern ab - 3:0 (53.) Was war denn hier los?

Terodde kam dann nach einer Stunde, um das lahmende HSV-Spiel zu beleben. Hamburg kam jetzt, hatte auch gute Chancen. So traf der eingewechselte Kaled Narey (67.) aus 14 Metern den Innenpfosten. 

Aber Dynamo igelte sich nicht nur ein. Nach einem weiten Ball von Tim Knipping war der eingewechselte Luka Stor (70.) durch, verzog aber. Dem HSV lief die Zeit weg und die SGD spielte das derart souverän und arschcool runter, dass man nur staunen konnte. Da störte auch der Ehrentreffer von Amadou Onana Mvom (89.) nicht mehr, weil Sebastian Mai in der Nachspielzeit einen Handelfmeter verwandelte. 

10.053 Zuschauer verfolgten den Pokaltriumph im Rudolf-Harbig-Stadion.
10.053 Zuschauer verfolgten den Pokaltriumph im Rudolf-Harbig-Stadion.  © Picture Point / Roger Petzsche

Bitte 38 Mal in der Meisterschaft wiederholen!

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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